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Mit neuer Klappe auf Reisen

Unsere Patientin nach erfolgreicher TAVI

Den 65. Hochzeitstag in Südafrika bei ihrem Sohn verbringen – trotz einer Herzerkrankung konnte sich unsere Patientin Ingrid Struck diesen Wunsch gemeinsam mit ihrem Mann erfüllen. Ihr wurde Ende Juli 2025 im DHZC eine neue Aortenklappe eingesetzt, im September ging es schon auf die Reise. 

Dass dies möglich war, freut die inzwischen 89-Jährige immer noch sehr: „Für mich war es ein Wunder, dass ich so schnell wieder fit war und reisen konnte. Ich habe wirklich große Hochachtung für die modernen medizinischen Verfahren – und die Personen, die sie anwenden.“

Unsere Patientin Ingrid Struck mit ihrem Mann Gerhard Struck und Herzchirurg PD Dr. Axel Unbehaun vom Structural Heart Interventions Program (SHIP).

Ein älteres Paar und ein Arzt stehen lächelnd in einem hellen Innenraum. Der Mann trägt ein kariertes Hemd, die Frau ein blumiges Oberteil. Der Arzt in einem weißen Kittel hat die Hände vor sich verschränkt. Der Ausdruck auf ihren Gesichtern vermittelt eine freundliche Atmosphäre.
Ein älteres Paar und ein Arzt stehen lächelnd in einem hellen Innenraum. Der Mann trägt ein kariertes Hemd, die Frau ein blumiges Oberteil. Der Arzt in einem weißen Kittel hat die Hände vor sich verschränkt. Der Ausdruck auf ihren Gesichtern vermittelt eine freundliche Atmosphäre.

Unsere Patientin Ingrid Struck mit ihrem Mann Gerhard Struck und Herzchirurg PD Dr. Axel Unbehaun vom Structural Heart Interventions Program (SHIP).

Für Ingrid Struck war es nicht die erste große medizinische Herausforderung: Sie lebt seit Jahren mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken. 2023 kamen eine Lungenembolie und eine Krebsdiagnose hinzu – beides hat sie überstanden. 

Zuletzt machten ihr jedoch zunehmende Atembeschwerden zu schaffen. Grund dafür war eine Aortenklappenstenose: Die Klappe hatte sich so stark verengt, dass das Herz und der gesamte Körper stark belastet wurde.

Im DHZC wurde die Aortenklappe durch eine Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) ersetzt – ein Verfahren, das ohne großen chirurgischen Eingriff auskommt.

Herzchirurg PD Dr. Axel Unbehaun, der gemeinsam mit dem Kardiologen Prof. Dr. med. Henryk Dreger das Structural Heart Interventions Program (SHIP) leitet, sagt: „Bei der TAVI wird die Aortenklappe in der Regel über einen Gefäßzugang ersetzt, in diesem Fall durch einen Zugang in der Leiste. Das Verfahren hat sich sehr bewährt, erspart eine große Operation und ist insofern sehr schonend.“

Ingrid Struck konnte schon wenige Tage danach wieder entlassen werden: „Vorher konnte ich nur drei Schritte gehen und habe dann schon keine Luft mehr bekommen. Seit dem Eingriff kann ich auf einmal wieder richtig atmen und habe damit so viel mehr Lebensqualität.“

Die TAVI war für sie die passende Lösung – welches Verfahren zum Einsatz kommt, wird aber für jeden Fall individuell entschieden. Dafür vereint das SHIP im interdisziplinär besetzten „Herzteam“ die Bereiche Kardiologie, Herzchirurgie, Anästhesie, Pflege, Intensivmedizin, Bildgebung und Koordination.

Ingrid Struck erinnert sich an einen Eingriff, der ihr keine Angst machte: „Es war vorher alles gut erklärt – ich war ruhig und voller Vertrauen. So schmerzlos und so freundlich hätte ich es mir nicht erhofft.“ 

Heute genießt die 89-Jährige das Leben in vollen Zügen: Sie verbringt Zeit mit ihren Kindern und vier Enkeln, macht Yoga und Kieser-Training. In diesem Jahr war sie mit ihrem Mann bereits zum Schneewandern in Tirol und auf einer Musikreise nach Malta: „Wir freuen uns, dass wir so am Leben teilhaben können. Wir machen alles gemeinsam – und natürlich auch schön langsam. Insgesamt kann ich nur sagen: Mir geht es wirklich gut!“

Mit dieser Lebensfreude im Gepäck stehen auch schon die nächsten Ziele fest: eine Reise an den Lago Maggiore und eine Flussreise auf der Rhône.

Wir wünschen unserer Patientin weiterhin alles Gute!