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Ablation von Herzrhythmusstörungen – oft ohne Übernachtung

Viele Eingriffe sind heute ambulant möglich – sicher, gut begleitet und mit engem Kontakt zum DHZC.

Fünf Personen stehen und sitzen in einem hellen Raum. Zwei Frauen in blauer Arbeitskleidung und drei Männer, einer sitzt auf einem Behandlungstisch. Alle lächeln und wirken freundlich. Der Raum hat große Fenster mit Tageslicht.
Fünf Personen stehen und sitzen in einem hellen Raum. Zwei Frauen in blauer Arbeitskleidung und drei Männer, einer sitzt auf einem Behandlungstisch. Alle lächeln und wirken freundlich. Der Raum hat große Fenster mit Tageslicht.

Viele Eingriffe sind heute ambulant möglich – sicher, gut begleitet und mit engem Kontakt zum DHZC.

Eine Ablation von Herzrhythmusstörungen bedeutete früher fast immer mindestens eine Übernachtung im Krankenhaus. Heute ist das in vielen Fällen nicht mehr notwendig. Moderne Verfahren, klar strukturierte Abläufe und eine engmaschige Betreuung ermöglichen es, dass einige Patientinnen und Patienten noch am selben Tag wieder nach Hause gehen können.

Entscheidend ist dabei nicht Schnelligkeit, sondern Sicherheit: Wer ambulant behandelt wird, wird sorgfältig ausgewählt, nach dem Eingriff überwacht und erhält klare Ansprechpartner für die Zeit zu Hause.

Behandlung am selben Tag

Was „Same-day-discharge“ bedeutet

Beim sogenannten „Same-day-discharge“ kommen Sie geplant zu Ihrem Ablations-Eingriff und können – wenn alles unauffällig verläuft – noch am selben Tag wieder nach Hause gehen.

Nach dem Eingriff bleiben Sie für eine festgelegte Zeit in unserer Betreuung. Erst wenn alle Kontrollen unauffällig sind und Sie sich gut fühlen, erfolgt die Entlassung.

Das ist heute für viele Patientinnen und Patienten eine gute Option – aber nicht für alle. Welche Form der Behandlung für Sie geeignet ist, wird immer individuell entschieden.

Warum das heute möglich ist

Moderne Verfahren, weniger Belastung

Das Bild zeigt einen modernen Operationssaal mit medizinischen Geräten. Im Vordergrund ist ein Operationsbett zu sehen, umgeben von einer Vielzahl von Monitoren und technischen Vorrichtungen, die für diagnostische und therapeutische Zwecke genutzt werden. Der Raum wirkt sauber und gut organisiert.
Das Bild zeigt einen modernen Operationssaal mit medizinischen Geräten. Im Vordergrund ist ein Operationsbett zu sehen, umgeben von einer Vielzahl von Monitoren und technischen Vorrichtungen, die für diagnostische und therapeutische Zwecke genutzt werden. Der Raum wirkt sauber und gut organisiert.

Moderne Verfahren, weniger Belastung

Ablationseingriffe haben sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt:

  • Die Eingriffe sind deutlich kürzer geworden: Früher hat eine Ablation von Vorhofflimmern bis zu zwei Stunden gedauert. Heute führen wir durch neue Technologien am DHZC diese Eingriffe in weniger als einer Stunde durch – genauso effektiv und noch sicherer.
  • Wir benötigen nur eine Punktion der Leistenvenen und nicht der Arterien, welche zu weniger Leistenkomplikationen führen.
  • Druckverbände werden nicht mehr angewandt. Wir arbeiten mit Nähten und Verschlusssystemen, die bereits kurz nach dem Eingriff wieder entfernt werden.
  • Alle Abläufe sind klar standardisiert. In schriftlichen Leitfäden (sogenannten Standard Operating Procedures SOP) wird die gesamte Patientenbehandlung von der Planung und Vorbereitung über die Durchführung des Eingriffs bis zur Nachsorge und Entlassung genau beschrieben. Diese Definition einheitlicher Prozesse sorgt für Klarheit und Sicherheit.

Für viele geplante, unkomplizierte Eingriffe bedeutet das: Eine Übernachtung im Krankenhaus ist oft nicht mehr notwendig.

Für wen das infrage kommt

Individuelle Entscheidung statt Standardlösung

Nicht jeder Herzkathetereingriff eignet sich für eine Entlassung am selben Tag.

Ambulant möglich sind vor allem:

  • Ablationen, die in der Vorkammer des Herzens, wie zum Beispiel Vorhofflimmern, auftreten
  • Rhythmusstörungen aus der Herzkammer sind nur in seltenen Fällen ambulant möglich

Stationär bleiben in der Regel:

  • komplexere Eingriffe
  • Behandlungen mit erhöhtem Risiko
  • Situationen, in denen eine längere Überwachung sinnvoll ist 

Wichtig ist: Die Entscheidung wird immer individuell getroffen – gemeinsam mit Ihnen und auf Basis Ihrer medizinischen Situation.

So läuft Ihr Tag ab

Gut vorbereitet. Klar strukturiert.

Zwei weibliche medizinische Fachkräfte tragen Schutzkleidung, chirurgische Masken und Hauben. Sie stehen in einem modernen, hellen Krankenhausraum und blicken aufmerksam. Im Hintergrund sind medizinische Geräte und eine sterile Umgebung zu erkennen.
Zwei weibliche medizinische Fachkräfte tragen Schutzkleidung, chirurgische Masken und Hauben. Sie stehen in einem modernen, hellen Krankenhausraum und blicken aufmerksam. Im Hintergrund sind medizinische Geräte und eine sterile Umgebung zu erkennen.

Gut vorbereitet. Klar strukturiert.

Vor dem Eingriff klären wir mit Ihnen alle wichtigen Fragen: Medikamente, Ablauf und Verhalten danach.

Der Eingriff selbst erfolgt in der Regel:

  • mit einem Beruhigungs- oder Schlafmittel (z. B. Propofol)
  • mit kontinuierlicher Überwachung 

Nach der Ablation:

  • bleiben Sie für einige Stunden bei uns zur Beobachtung
  • werden Kreislauf und Punktionsstelle regelmäßig kontrolliert
  • ruhen Sie in einem komfortablen Bereich mit Liegesesseln 

Zum Abschluss:

  • besprechen wir die Ergebnisse mit Ihnen
  • erhalten Sie klare Hinweise für zu Hause
  • organisieren wir Ihre sichere Entlassung
  • sie werden von einer bzw. einem Bekannten oder Verwandten abgeholt, der Sie auch die nächsten 24 Stunden mit betreut. 

Wenn eine Übernachtung doch sinnvoll ist

Sicherheit geht immer vor

Auch wenn ein ambulanter Ablauf geplant ist, kann sich während oder nach dem Eingriff zeigen, dass eine stationäre Überwachung sinnvoll ist.

In diesem Fall bleiben Sie selbstverständlich bei uns.

Same-day-discharge ist daher kein festes Versprechen, sondern ein Konzept, das sich konsequent an Ihrer Sicherheit orientiert.

Gut betreut – als Team

Strukturierte Nachsorge im Mittelpunkt

Die Versorgung nach dem Eingriff ist ein zentraler Bestandteil des gesamten Konzepts. Ein multiprofessionelles Team begleitet Sie dabei – mit klaren Abläufen und festen Ansprechpartnern.

Maren Oehlke, Physician Assistant, ist Teil dieses Teams und unterstützt insbesondere die Organisation und Begleitung der Nachsorge. Sie trägt dazu bei, dass Abläufe verständlich sind, Fragen geklärt werden und Sie sich während der gesamten Zeit gut aufgehoben fühlen.

Eine lächelnde Frau in einem blauen medizinischen Outfit steht in einem hellen Flur. Ihr Haar ist zu einem langen Zopf geflochten. Sie vermittelt einen freundlichen und professionellen Eindruck.
Eine lächelnde Frau in einem blauen medizinischen Outfit steht in einem hellen Flur. Ihr Haar ist zu einem langen Zopf geflochten. Sie vermittelt einen freundlichen und professionellen Eindruck.

Maren Oehlke, Physician Assistant, ist Teil dieses Teams und unterstützt insbesondere die Organisation und Begleitung der Nachsorge. Sie trägt dazu bei, dass Abläufe verständlich sind, Fragen geklärt werden und Sie sich während der gesamten Zeit gut aufgehoben fühlen.

Angenehme Umgebung

Ruhe und Komfort nach dem Eingriff

Unsere Ambulanzbereiche werden gezielt für das „Same-day-discharge“-Konzept weiterentwickelt.

  • ruhige Umgebung
  • moderne Behandlungsplätze
  • komfortable Liegesessel
  • ausreichend Zeit zur Erholung 

So entsteht ein Umfeld, das medizinische Sicherheit mit möglichst hoher Aufenthaltsqualität verbindet.

Der Raum zeigt einen modernen Behandlungsbereich mit mehreren blauen Liegen, einem Sichtschutz und medizinischen Geräten. Große Fenster sorgen für Helligkeit und schaffen eine freundliche Atmosphäre. Die Einrichtung wirkt sauber und freundlich.
Der Raum zeigt einen modernen Behandlungsbereich mit mehreren blauen Liegen, einem Sichtschutz und medizinischen Geräten. Große Fenster sorgen für Helligkeit und schaffen eine freundliche Atmosphäre. Die Einrichtung wirkt sauber und freundlich.

So entsteht ein Umfeld, das medizinische Sicherheit mit möglichst hoher Aufenthaltsqualität verbindet.

Unsere Forschung

Für eine sichere und effiziente Nachsorge

Mit der sogenannten HYBRID-AF-Studie entwickeln wir innovative Ansätze für eine sichere und effiziente Nachsorge nach einer Katheterablation bei Vorhofflimmern – besonders im Kontext einer zunehmend ambulanten Versorgung.

Patient:innen werden in den ersten Woche nach dem Eingriff strukturiert digital begleitet: Über eine App-basierte Plattform erfassensie Symptome, stehen in direktem Austausch mit unserem Behandlungsteam und werden – je nach Konzept – durch vernetztes Monitoring mit Blutdruck-, EKG- oder Wearable-Daten unterstützt.

Unser Ziel ist es, kritische Verläufe frühzeitig zu erkennen, die Patientensicherheit auch außerhalb des Krankenhauses zu gewährleisten und gleichzeitig unnötige Wiedervorstellungen oder stationäre Aufenthalte zu reduzieren.

Damit schaffen wir die evidenzbasierte Grundlage für moderne, sektorenübergreifende Versorgungspfade – und bringen die Ambulantisierung elektrophysiologischer Eingriffe einen entscheidenden Schritt voran.

Erfahrungen von Patientinnen und Patienten

Zurück im Alltag – oft schon am selben Tag

„Ich war überrascht, wie unkompliziert alles ablief. Am selben Tag wieder zu Hause zu sein, hat mir ein gutes Gefühl gegeben.“ 

Wolfgang J.

Ein Mann sitzt entspannt auf einem blauen Stuhl in einem hellen Raum. Er trägt ein weißes T-Shirt und eine schwarze Jacke. Der Mann hat eine Glatze und trägt eine Brille.
Ein Mann sitzt entspannt auf einem blauen Stuhl in einem hellen Raum. Er trägt ein weißes T-Shirt und eine schwarze Jacke. Der Mann hat eine Glatze und trägt eine Brille.

„Ich war überrascht, wie unkompliziert alles ablief. Am selben Tag wieder zu Hause zu sein, hat mir ein gutes Gefühl gegeben.“ 

Wolfgang J.

„Schnelle Terminvergabe, fürsorgliche Behandlung und ausführliche Erklärungen – ich würde mich immer wieder am DHZC behandeln lassen.“ 

Gundula K.

Eine Frau steht auf einer saftig grünen Wiese unter einem blühenden Baum. Sie trägt eine graue Jacke und hat einen kleinen Hund an der Leine. Der Hintergrund zeigt dichte, grüne Bäume.
Eine Frau steht auf einer saftig grünen Wiese unter einem blühenden Baum. Sie trägt eine graue Jacke und hat einen kleinen Hund an der Leine. Der Hintergrund zeigt dichte, grüne Bäume.

„Schnelle Terminvergabe, fürsorgliche Behandlung und ausführliche Erklärungen – ich würde mich immer wieder am DHZC behandeln lassen.“ 

Gundula K.

„Die Entlassung am selben Tag ist sehr praktisch und ein großer Vorteil für die Patient:innen. Man kann einfach einen Termin buchen und am selben Tag wieder nach Hause – stressfrei und unkompliziert. Von mir gibt es 10 von 10 Punkten!“

Eine Person mit kurzen braunen Haaren und Brille lächelt in die Kamera. Sie trägt ein graues T-Shirt und steht vor einem begrünten Hintergrund mit Bäumen und einer steinernen Mauer. Es ist ein klarer Tag und die Umgebung ist friedlich.
Eine Person mit kurzen braunen Haaren und Brille lächelt in die Kamera. Sie trägt ein graues T-Shirt und steht vor einem begrünten Hintergrund mit Bäumen und einer steinernen Mauer. Es ist ein klarer Tag und die Umgebung ist friedlich.

„Die Entlassung am selben Tag ist sehr praktisch und ein großer Vorteil für die Patient:innen. Man kann einfach einen Termin buchen und am selben Tag wieder nach Hause – stressfrei und unkompliziert. Von mir gibt es 10 von 10 Punkten!“

Häufige Fragen

Bekomme ich eine Narkose?

Sie erhalten ein Beruhigungs- oder Schlafmittel, sodass Sie den Eingriff entspannt erleben.

Werde ich während des Eingriffs schlafen?

Ja. Es erfolgt eine Schlafnarkose, keine Vollnarkose – so wie Sie es von einer Magen- oder Darmspiegelung kennen. 

Kann ich wirklich am selben Tag nach Hause?

Ja, wenn der Eingriff unkompliziert verläuft und keine medizinischen Gründe dagegen sprechen.

Darf ich danach Auto fahren?

Nein. Bitte lassen Sie sich abholen.

Woran merke ich, dass ich mich in der Klinik melden sollte?

Zum Beispiel bei Schmerzen, Nachblutungen, Schwellungen an der Einstichstelle oder neuen Beschwerden im Brustbereich. Dass kurzzeitig Herzrhythmusstörungen noch auftreten, ist normal. Diese sollten jedoch nach acht Wochen verschwinden. Falls die Herzrhythmusstörungen anhalten, bitten wir Sie, Kontakt mit uns aufzunehmen.

Was passiert, wenn etwas auffällig ist?

Dann bleiben Sie zur weiteren Überwachung bei uns oder werden stationär aufgenommen.

Ihr Kontakt zu uns

Wir sind für Sie da

Zur Terminvereinbarung erreichen Sie die Kolleg:innen der stationären Einbestellung telefonisch und per E-Mail:

Anja Brune: T: +49 30 450 613054

Jaqueline Seyde: +49 30 450 613021

pm-kardio-ccm@dhzc-charite.de

F: +49 30 450 7513925