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Transplantpflege am DHZC

Wir versorgen Transplantationspatient:innen – rund um die Uhr

Seit mehr als 30 Jahren werden am DHZC Herzen und Lungen transplantiert. Auf unserer Transplantations- und Herzinsuffizienzstation WD3 betreuen Sie die Patient:innen von der Verlegung aus der Intensivstation bis zur Rehabilitation, viele von ihnen über Jahre hinweg immer wieder. Für diese besondere Aufgabe arbeiten wir Sie mindestens acht Wochen lang ein.

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Geschenktes Leben

Dokumentation · 25 Minuten

Der Film erzählt die Geschichte der Patientin Franziska Bleis und ihrer Transplantation am DHZC. Er zeigt, wofür unser Team auf der WD3 jeden Tag arbeitet.

Mehr zur Transplantation am DHZC

Ihre Aufgaben in der Transplantpflege

Nach einer Herz- oder Lungentransplantation kommen die Patient:innen von der Intensivstation auf die WD3 und bleiben bei uns, bis sie in die Rehabilitation gehen. Sie betreuen vier Gruppen von Patient:innen:

  • frisch Transplantierte
  • Langzeittransplantierte, die zur Routineuntersuchung, mit einem Infekt oder mit einer Abstoßung zu uns kommen
  • Patient:innen, die für die Aufnahme auf die Warteliste untersucht werden
  • überwachungspflichtige herzchirurgische Patient:innen mit Kunstherz oder dekompensierter Herzinsuffizienz

Das sind Ihre Aufgaben:

  • Sie überwachen Patient:innen nach der Transplantation und erkennen Anzeichen eines Infekts oder einer Abstoßung früh.
  • Sie verabreichen die Medikamente zur Immunsuppression, deren Dosis nach den Blutspiegeln angepasst wird.
  • Sie arbeiten nach besonderen Hygieneregeln, weil das Immunsystem Ihrer Patient:innen unterdrückt ist.
  • Sie versorgen Wunden und begleiten die Wundheilung.
  • Sie betreuen Patient:innen mit nicht-invasiver Beatmung.
  • Sie leiten Patient:innen für das Leben mit dem neuen Organ an: Medikamente, Hygiene, Ernährung.
  • Sie begleiten Patient:innen dabei, wieder Vertrauen in ihren Körper und das neue Organ zu gewinnen.
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  • Mehr zur Arbeit am DHZC

Die Ausbildung – der direkte Weg zu uns

An der DHZB Akademie absolvieren Sie in drei Jahren die generalistische Pflegeausbildung. Die Praxiseinsätze finden auf den Stationen des DHZC statt.

An der DHZB Akademie absolvieren Sie in drei Jahren die generalistische Pflegeausbildung. Die Praxiseinsätze finden auf den Stationen des DHZC statt.

Die Station WD3 und ihr Team

Auf der WD3 arbeiten 25 Pflegende, darunter Praxisanleiter:innen sowie Fachpflegekräfte für Herzinsuffizienz und Transplantation. Geleitet wird die Station von Stefan Heimann und seiner Stellvertreterin Ramona Spangenberg, unterstützt von einer Stationsassistentin. Die WD3 ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als Herzinsuffizienz- und Transplantationsstation zertifiziert und gehört zum Kernteam des Herzinsuffizienz-Zentrums.

Wer neu zu uns kommt, fängt in vieler Hinsicht bei null an. Deshalb dauert die Einarbeitung mindestens acht Wochen. Sie arbeiten mit einem 45 Seiten starken Stationshandbuch und einer umfangreichen Checkliste, dazu kommt eine Beatmungsschulung.

Das DHZC ist zertifiziertes Herzinsuffizienz-Zentrum

Das DHZC ist das überregionale Herzinsuffizienz-Zentrum Berlins. Wir führen sowohl regelmäßige Infoveranstaltungen mir modularen Schulungen ambulanter Herzinsuffizientpatient:innen als auch individuelle Schulungen stationärer Patient:innen durch. Die Station WD3 als Teil des zertifizierten Herzinsuffizienz-Zentrums besitzt eine hohe Expertise durch Erfahrung und Ausbildung und ist Teil des Herzinsuffizienz-Kernteams am DHZC.

Interview

Was macht die Arbeit mit Transplantierten so besonders?

25 Pflegende arbeiten auf der WD3 in Voll- oder Teilzeit. Dazu gehören auch Chiara Pfeffer, Ramona Spangenberg und Stefan Heimann.

Stefan ist pflegerischer Leiter der Station und ausgebildeter Herzinsuffizienz-Pfleger. Er ist seit mehr als 30 Jahren am DHZC und seit mehr als 20 Jahren auf der WD3 tätig.

Ramona ist Stefans Stellvertreterin. Die ausgebildete Herzinsuffizienz-Schwester ist seit knapp 15 Jahren am DHZC tätig, davon 14 Jahre auf der WD3.

Chiara gehört seit rund drei Jahren zum Team. Ein vierwöchiger Praxiseinsatz während Ihrer Ausbildung an unserer Pflegeschule hat den Ausschlag für ihre Bewerbung gegeben.

Wie gut ist man als Berufsanfängerin auf die Anforderungen der WD3 vorbereitet?

Chiara: Gar nicht! (Alle drei lachen.) Im Ernst: Ich habe die Ausbildung an der DHZ-Pflegeschule als intensiv und umfassend wahrgenommen. Aber der Job hier ist einfach sehr speziell: Die Medikamente, nicht-invasive Beatmung, die Hygiene-Vorschriften bei immunsupprimierten Patienten, die Ernährungsregeln – sowas wird in der Schule nur kurz angeschnitten. In vieler Hinsicht fängt man also „bei null“ an. Das war mir nach dem Praxiseinsatz aber klar.

Stefan: Wir sind auf unser besonderes Fachwissen hier schon sehr stolz. Das ist aber keineswegs überheblich gemeint: Weil wir dieses Wissen auch gerne weitergeben. Und weil ich auch nach 20 Jahren WD3 noch jeden Tag zum Lernen bereit sein muss.

Ramona: Die Mindest-Einarbeitungszeit bei uns sind vier Wochen. Solange sind Berufsanfänger definitiv nie alleine für die Patient:innen verantwortlich. Wir haben ein 45 Seiten dickes Stations-Handbuch und eine umfangreiche Checkliste. Dazu kommt eine Beatmungsschulung. Ich darf sagen: Wir geben uns wirklich Mühe bei der Einarbeitung…

Chiara: …stimmt!...

Ramona:….aber wir erwarten auch Eigeninitiative. Denn nach den vier Wochen müssen wir den neuen Kolleginnen und Kollegen auch vertrauen können.

Abgesehen vom medizinisch-pflegerischen Fachwissen: Was macht die Arbeit mit herz- oder lungentransplantierten Patient:innen bei Euch besonders aus?

Ramona: Die Patientinnen und Patienten kommen von der Intensivstation zu uns. Dort wurden sie 24 Stunden intensiv versorgt. Bei uns dürfen und müssen sie wieder zur Ruhe kommen. Sie lernen, allein zu sein, wieder selbständig und belastbar sein zu können, Vertrauen zu gewinnen in das neue Organ, den Körper, in sich selbst. Dabei begleiten wir sie.

Stefan: „Ein Mensch musste sterben, damit ich leben kann“ – vielen unserer Patientinnen und Patienten fällt es nicht leicht, diesen Gedanken zu verarbeiten. Wir haben eine tolle Abteilung für Psychokardiologie am DHZC, die bei Bedarf sehr professionelle Unterstützung leistet. Aber auch wir Pflegenden müssen damit eben täglich umgehen können.

Chiara: Mukoviszidose-Patient:innen, die eine Spenderlunge brauchen, sind meistens unter dreißig. Oft also nicht viel älter als ich selbst. Das hilft sicher dabei, ein enges und vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen. Zugleich ist aber manchmal auch umso schwerer, sich auch ein Stück weit abzugrenzen.

Ist das denn nötig?

Ramona: Absolut. Fast alle unserer Patient:innen haben schon viel durchgemacht. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass sich alle Menschen untereinander gleich sympathisch sind. Von uns wird hier mit Recht eine hochprofessionelle Arbeit verlangt. Da müssen persönliche Empfindungen ein Stück weit draußen bleiben. Im Guten wie im Schlechten.

Und das geht?

Ramona: Es muss. Gerade lungentransplantierte Patient:innen sind nach der Transplantation oft lange bei uns. Oder kommen mit Komplikationen wieder zurück.

Chiara: Jeder muss da seinen persönlichen Mittelweg finden, zwischen Distanz und Empathie. Sonst kannst Du den Job hier nicht machen. Das wird dir hier ganz schnell klar.  

Stefan: Die allermeisten Patient:innen schaffen es. Aber manche eben auch nicht. Das ist emotional sehr schwer zu verkraften. Immer wieder. Und daran kann man sich nicht gewöhnen. Darf man auch nicht, finde ich.

Ramona: Unsere Kolleginnen und Kollegen der Transplantationsambulanz haben Kontakt zu hunderten Patient:innen, denen es richtig gut geht, die nur zur Routinekontrolle kommen. Im Büro hängen Hochzeits-, Geburts- und Urlaubskarten. Zu uns kommen die Menschen aber nur stationär zurück, wenn es Komplikationen gibt. Das ist emotional manchmal nicht ganz einfach. 

Zweifelt Ihr manchmal daran, ob die WD3 die richtige Station für Euch ist?

Ramona: Nie. Eine Herz- oder Lungentransplantation ist eine Chance für todkranke Menschen. Sie gelingt nur in einem großen Team. Und wir sind ein wesentlicher Teil davon.

Stefan: Die Ärzteteams, Atmungs- und Physiotherapeut:innen, Psycholog:innen, wir Pflegenden – bei jeder Patientin und jedem Patienten gibt es ein gemeinsames Ziel. Sicher, das ist in jeder Abteilung und jeder Klinik so. Aber bei uns in einem besonders intensiven Maß. Und das verbindet.

Chiara: Das stimmt. Klar hat mich auch der spezielle pflegerische Anspruch hier gereizt. Aber der Hauptgrund für meine WD3-Bewerbung war ganz klar: Das Team!

Die Arbeit zahlt sich aus: Am DHZC überleben 87 Prozent der Patient:innen das erste Jahr nach einer Herztransplantation, bundesweit sind es 81 Prozent. Nach der Entlassung betreut die Transplantationsambulanz die Patient:innen ein Leben lang weiter. „Eine Herz- oder Lungentransplantation ist eine Chance für todkranke Menschen. Sie gelingt nur in einem großen Team. Und wir sind ein wesentlicher Teil davon“, sagt Ramona Spangenberg.

Das DHZC-Recruiting-Team

Ihr Kontakt zu uns
Sie haben Fragen zu unseren Stellenangeboten, zum Bewerbungsprozess, zur Arbeit in unserem Team oder zur Aus-, Fort- und Weiterbildung am DHZC? Melden Sie sich gern bei uns! Wir sind für Sie da. 

Kim Grahl
Antje Großmann
bewerbung@charite.de

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Kim Grahl
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Offene Stellen in der Transplantpflege

Pflegefachkraft (d/w/m) Intensivbereich HerzmedizinEinsatzort: Campus Virchow-Klinikum, WeddingBewerbungsfrist: Fortlaufend · Kennziffer: 7005
Pflegefachkraft (d/w/m) HerzchirurgieEinsatzort: Campus Virchow-Klinikum, WeddingBewerbungsfrist: Fortlaufend · Kennziffer: 7004
Anschrift

Deutsches Herzzentrum der Charité (DHZC)
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Ansprechpartnerinnen Karriere am DHZC

Recruiting-Team

Kim Grahl
Antje Großmann
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