„Mit neuer Kraft dabei sein“
Ein großer Garten, Zeit mit der Familie, tägliche Spaziergänge – Peter K. kann sein Leben wieder genießen. Dass dies möglich ist, verdankt der 84-Jährige einem minimalinvasiven Eingriff am DHZC, der ihm buchstäblich den Atem zurückgegeben hat.
Das DHZC begleitet Peter K. schon seit vielen Jahren: 2017 kam er als Notfall wegen eines Risses in der Hauptschlagader in die Klinik. Das Team um Herzchirurg Dr. Semih Buz operierte ihn insgesamt viermal erfolgreich; zunächst am offenen Herzen und danach kathetergestützt an der absteigenden Hauptschlagader.
Doch schließlich meldete sich das Herz erneut: „Die Operationen waren sehr erfolgreich, aber im vergangenen Jahr wurde die Luft immer knapper, bis ich am Ende kaum noch ein paar Schritte gehen konnte.“ In dieser schweren Zeit stand ihm seine Familie zur Seite: Seine Frau und seine Kinder und Enkelkinder begleiteten ihn durch die Erkrankung und gaben ihm Halt.
Unser Patient Peter K. mit Kardiologe Dr. Christoph Klein und Herzchirurg Dr. Axel Unbehaun, die den Eingriff durchgeführt haben, sowie Daniel Schwarzkopf und Misael Estepa Martinez vom SHIP-Team (von rechts nach links).

Die Ursache für die zunehmende Atemnot war eine undichte Mitralklappe. Das Team vom Structural Heart Interventions Program (SHIP) um Herzchirurg PD Dr. Axel Unbehaun und Kardiologe PD Dr. Christoph Klein prüfte sorgfältig, welches Verfahren für ihn am besten geeignet sein könnte. Die Entscheidung fiel auf eine „Transfemorale Transkatheter-Mitralklappenimplantation“ – ein neuartiger minimalinvasiver Eingriff, bei dem die Klappe mithilfe eines Katheters über die Leiste ersetzt wird, ohne das Herz offen zu operieren. Im interdisziplinär besetzten „Herzteam“ brachten Kolleginnen und Kollegen aus Kardiologie, Herzchirurgie, Anästhesie, Pflege, Intensivmedizin, Bildgebung und Koordination ihr Wissen ein.
Für Peter K. war die Wirkung unmittelbar spürbar: „Nach dem Eingriff hatte ich keine lange Genesungszeit. Von einem Tag auf den anderen konnte ich wieder ohne Beschwerden genug Luft bekommen. Das war kaum zu glauben.“ Dass dies kein Selbstverständnis ist, weiß er aus seinem Umfeld: „Bei Bekannten haben wir selbst erlebt, wie lange die Erholung in unserem Alter nach einer großen Operation dauern kann.“
Auch die Betreuung durch das SHIP-Team, darunter SHIP-Koordinatorin Viola Fischer, hat ihn und seine Frau beeindruckt. „Sie hat uns von Anfang an alles verständlich erklärt. Das hat uns wirklich die Angst genommen“, sagt Peter Kölsch. Seine Frau ergänzt: „Das Team hat sich so fürsorglich um meinen Mann gekümmert. Die umsichtige Vorbereitung hat uns sehr viel Vertrauen gegeben."
Heute genießt der Berliner die wieder gewonnene Lebensqualität. „Ich mache jeden Tag einen Einkauf und freue mich, wenn ich meine Runde gehen kann.“ Und zu Hause wartet der Garten: „Gerade blühen die Tulpen und Maiglöckchen in voller Pracht. Meine Frau und ich machen noch fast alles selbst, und ich bin froh, dass ich jetzt wieder mit voller Kraft dabei sein kann.“
Auf die Frage, wie er auf das Erlebte zurückblickt, antwortet er schlicht und herzlich: „Ich hatte großes Glück. Ich bin sehr dankbar, dass alles so gut gelaufen ist.“
Wir wünschen ihm und seiner Familie weiterhin alles Gute!