Internationale Zusammenarbeit stärken
Die Zahl der Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) wächst weltweit – und damit auch die Bedeutung einer hochspezialisierten Versorgung und Forschung in der EMAH-Medizin.
Mit Prof. Dr. Oktay Tutarel wurde nun einer der international führenden Experten auf diesem Gebiet zum Präsidenten der International Society for Adult Congenital Heart Disease (ISACHD) gewählt. Der Leiter des EMAH-Zentrums am DHZC steht damit an der Spitze der weltweit renommierten wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern.
Die ISACHD fördert weltweit Exzellenz in der Versorgung, Forschung und Weiterbildung für EMAH-Patient:innen. In der gemeinnützigen Organisation arbeiten Expert:innen aus zahlreichen Ländern zusammen, um die Versorgung dieser stetig wachsenden Patientengruppe weiter zu verbessern.
Prof. Tutarel engagiert sich seit vielen Jahren aktiv in der ISACHD. Nach seiner Nominierung durch ein Fachkomitee wurde er zum Präsidenten gewählt. In dieser Funktion verantwortet er die strategische Weiterentwicklung und Leitung der Organisation, die Förderung internationaler Forschungsaktivitäten, die Ausrichtung wissenschaftlicher Konferenzen sowie die weltweite Repräsentation der Fachgesellschaft.
Für seine zweijährige Amtszeit hat er sich vorgenommen, die internationale Zusammenarbeit weiter zu stärken, bestehende Forschungsfelder auszubauen und insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs gezielt zu fördern.

Mit seiner Wahl ist Prof. Tutarel erst der zweite Präsident einer deutschen Einrichtung in der Geschichte der ISACHD – nach Prof. Dr. Helmut Baumgartner vom Universitätsklinikum Münster.
Die Wahl von Oktay Tutarel unterstreicht zugleich die internationale Expertise des EMAH-Zentrums am DHZC. Als eines der weltweit führenden Zentren für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern versorgt es Patient:innen vom Jugendalter bis ins hohe Erwachsenenalter. Besondere Schwerpunkte liegen in der hochspezialisierten Behandlung von Patient:innen mit komplexen Herzfehlern, schwerer Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, Schwangerschaften bei EMAH sowie pulmonaler Hypertonie.
Durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb des DHZC und der Charité verbindet das EMAH-Zentrum hochspezialisierte Versorgung mit innovativer Forschung und internationalen Kooperationen – mit dem Ziel, Diagnostik, Therapie und Lebensqualität von Menschen mit angeborenen Herzfehlern kontinuierlich zu verbessern.
Wir gratulieren Prof. Dr. Oktay Tutarel herzlich zu dieser Wahl und wünschen ihm für seine Präsidentschaft viel Erfolg.