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Im Interview

Warum die DCD-Debatte wichtig ist

Eine Form der Organspende, die in vielen europäischen Ländern seit Jahren möglich ist, ist in Deutschland nahezu unbekannt: die Organspende nach Herz-Kreislauf-Tod, international DCD genannt. Dabei könnte sie unter klar geregelten Voraussetzungen dazu beitragen, mehr Organe für schwer kranke Menschen auf der Warteliste zu gewinnen. 

Eine Person in medizinischer Kleidung hält ein frisches, menschliches Herz in Handschuhen. Das Herz hat eine gelbliche bis violette Färbung und zeigt Details der inneren Strukturen. Der Hintergrund ist unscharf und zeigt eine Operationsumgebung.
Eine Person in medizinischer Kleidung hält ein frisches, menschliches Herz in Handschuhen. Das Herz hat eine gelbliche bis violette Färbung und zeigt Details der inneren Strukturen. Der Hintergrund ist unscharf und zeigt eine Operationsumgebung.

Eine Form der Organspende, die in vielen europäischen Ländern seit Jahren möglich ist, ist in Deutschland nahezu unbekannt: die Organspende nach Herz-Kreislauf-Tod, international DCD genannt. Dabei könnte sie unter klar geregelten Voraussetzungen dazu beitragen, mehr Organe für schwer kranke Menschen auf der Warteliste zu gewinnen. 

In fast allen anderen europäischen Ländern gibt es im Verhältnis zur Bevölkerung mehr Organspendende als in Deutschland. Zugleich ist die Organspende nach Herz-Kreislauf-Tod,DCD, in weiten Teilen Europas längst etablierte Praxis.

In Deutschland dagegen ist sie nicht nur rechtlich ausgeschlossen, sondern auch in der Öffentlichkeit nahezu unbekannt.

Mit unserer Initiative „Organspende. Was fehlt.“ wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass sich das ändert.

Nun widmet Herzmedizin.de, das Fachportal der Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) – und des Bundesverbands Niedergelassener Kardiologen (BNK), dem Thema und unserer Initiative gleich zwei ausführliche Beiträge.

In einem ausführlichen Interview beschreibt unser Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Volkmar Falk die Hintergründe und Ziele unserer Initiative.

Ihr Herzstück ist eine Doku, in der Angehörige, Mediziner und eine Patientin auf der Warteliste zu Wort kommen. Der Film soll ein komplexes Thema verständlicher und auch emotional begreifbar machen.

Darüber hinaus spricht Volkmar Falk über die medizinischen, ethischen und rechtlichen Voraussetzungen, unter denen eine Organspende nach Herz-Kreislauf-Tod auch in Deutschland möglich werden könnte. „DCD darf nicht als schnelle technische Lösung für den Organmangel missverstanden werden. Sie kann aber eine ethisch verantwortbare Ergänzung der Organspende nach Hirntod sein – wenn sie sorgfältig geregelt, gut erklärt und praktisch verlässlich umgesetzt wird“, so Falk.

In einem zweiten ausführlichen Gespräch auf Herzmedizin.de ordnen Prof. Malte Kelm und Prof. Artur Lichtenberg vom Universitätsklinikum Düsseldorf das Thema aus kardiologischer und herzchirurgischer Perspektive ein.

Sie sprechen über die Erfahrungen anderer europäischer Länder, über das mögliche zusätzliche Spenderaufkommen.

Zugleich thematisieren sie bestehende Vorbehalte und Unsicherheiten, die besondere Situation Deutschlands im Eurotransplant-Verbund und die Frage, wie Fachgesellschaften zu einer fundierten und verständlichen Debatte über DCD beitragen können.

Dass Herzmedizin.de das Thema so umfassend aufgreift, freut uns sehr: Ein wichtiger Beitrag dass die Organspende nach Herz-Kreislauf-Tod innerhalb der Medizin und der Fachgesellschaften weiterdiskutiert wird. Danke der Redaktion von Herzmedizin.de

Zum Gespräch mit Prof. Malte Kelm und Prof. Artur Lichtenberg

Zum Interview mit Prof. Volkmar Falk.

Unseren Film „Organspende. Was fehlt.“ und weitere Informationen gibt es hier