Translationale Forschung am DHZC
Die translationale Forschung bildet die Brücke zwischen Grundlagenforschung und klinischer Anwendung. Ihr Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in neue Verfahren für Prävention, Diagnostik und Therapie zu überführen und damit den Weg von der Entdeckung im Labor bis zur Anwendung bei Patient:innen zu ebnen.
Bei der translationalen Forschung geht es darum, die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung zu den Patientinnen und Patienten, also in die klinische Anwendung, zu bringen. Das können sowohl neu entwickelte Diagnostik- und Therapiemethoden als auch Medikamente sein.

In der Herz-Kreislauf-Forschung umfasst dieser Prozess zahlreiche Bereiche. Dazu gehören die Entdeckung und Verifizierung neuer Biomarker sowie die Entwicklung präziser diagnostischer Verfahren und innovativer Therapien ebenso wie medizintechnische Erneuerungen, digitale Anwendungen und intelligente Messsysteme. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse so weiterzuentwickeln, dass daraus praxistaugliche Lösungen für die Herz-Kreislauf-Medizin entstehen.
Bevor neue Ansätze in klinischen Studien untersucht werden können, werden sie umfassend geprüft. Präklinische Untersuchungen, experimentelle Modelle, moderne Bildgebungsverfahren und Computersimulationen helfen dabei, Wirksamkeit, Sicherheit und praktische Umsetzbarkeit zu bewerten. So lassen sich Chancen und mögliche Risiken frühzeitig erkennen.
Translationale Forschung lebt von der engen Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen. Medizin, Naturwissenschaften, Informatik und Ingenieurwissenschaften bringen ihre jeweilige Expertise ein. Der kontinuierliche Austausch zwischen Labor, Forschungsgruppen und Klinik stellt sicher, dass medizinische Anforderungen bereits während der Entwicklung berücksichtigt werden.
Am DHZC schafft die translationale Forschung die Voraussetzungen dafür, dass vielversprechende wissenschaftliche Erkenntnisse in klinischen Studien weiterentwickelt und anschließend möglichst rasch in die medizinische Versorgung überführt werden können. So entstehen Innovationen, die Diagnostik, Therapie und die Versorgung von Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen nachhaltig verbessern.
Aktuelle Forschungsprojekte Translationale Forschung

Analyse von Sensordatenströmen zur Unterstützung minimalinvasiver chirurgischer Eingriffe

Anatomie- und physiologiebasierte Umgebungen für die Herzimplantatentwicklung

Automatisierte Segmentierung und Unterscheidung von intrakraniellen Aneurysmen

Bildgestützte personalisierte Vorhersage des Restrisikos und der Prognose von kardio-/zerebrovaskulären Erkrankungen

Biophysikalisch fundierte, quantitative Bildgebung für die klinische Diagnose

CAPTOR

Dr. Wee

Ein neuartiges Blutentnahme- und -lagerungssystem

Entwicklung einer nicht-invasiven und schnellen Screening-Methode

Erklärbare KI in kontinuierlich lernenden Systemen für Herzinsuffizienz

Generierung bildbasierter Netze des linken Ventrikels zur Deformationsanalyse

In-silico-Prüfung und -Validierung von kardiovaskulären Implantaten

Isolierte Organperfusion

Kartierung von metastasierungsassoziierten Signalwegen

Medizinisches Potential von extrazellulären Vesikeln

Modellierung eines Prüfstands zur in vitro Simulation einer infektiösen Endokarditis unter annähernd physiologischer Durchströmung einer Herzklappenprothese

MRT-basierte Analyse von Struktur-/Funktionsbeziehungen bei HFpEF

Multiscale Elastography for Characterization of Pathologic Extracellular Matrix Change

Myokardinfarkt ohne Obstruktion der Koronararterien (MINOCA)

Personalisierte Entscheidungsunterstützung bei Herzklappenerkrankungen

Pilotprojekt als Grundstein des Charité-Fraunhofer-Zentrums für KI & intelligente Sensorik in der Medizin

Pilotstudie zum systemmedizinischem Ansatz beim Primären Offenwinkelglaukom

Proliferation von zirkulierenden Tumorzellen für die personalisierte Behandlung von Tumorpatienten
