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Ein Frühstück zum Nicht-Abschied!

Das Team der Kinderherzchirurgie würdigt den Kardiotechniker Dr. Wolfgang Böttcher.

Klar: Wenn jemand nach langer Dienstzeit in Rente geht, wird er von seinem Team schon mal gebührend verabschiedet.

Bei Dr. Wolfgang Böttcher aber war es jetzt genau andersherum: Denn die DHZC-Kolleg:innen haben gefeiert, dass er nicht in Rente geht.

Eine Gruppe von elf Personen in OP-Kleidung und Haarnetzen steht zusammen und lächelt. Sie halten Getränke in den Händen und zeigen mit den Händen auf etwas im Hintergrund. Auf einem Tisch sind verschiedene Snacks und Getränke angerichtet.
Eine Gruppe von elf Personen in OP-Kleidung und Haarnetzen steht zusammen und lächelt. Sie halten Getränke in den Händen und zeigen mit den Händen auf etwas im Hintergrund. Auf einem Tisch sind verschiedene Snacks und Getränke angerichtet.

Klar: Wenn jemand nach langer Dienstzeit in Rente geht, wird er von seinem Team schon mal gebührend verabschiedet.

Bei Dr. Wolfgang Böttcher aber war es jetzt genau andersherum: Denn die DHZC-Kolleg:innen haben gefeiert, dass er nicht in Rente geht.

Zum 1. Oktober hätte sein Ruhestand beginnen können. Doch der Kardiotechniker will weiterarbeiten. Zur großen Freude des Teams von Klinikdirektor Prof. Joachim Photiadis, das am Montagmorgen ein ordentliches Feier-Frühstück im Aufenthaltsraum des OP-Bereichs vorbereitet hatte.

Und bevor das Buffet eröffnet und mit (alkoholfreiem!) Sekt angestoßen wurde, würdigte Joachim Photiadis in einem kurzen Vortrag, was Wolfgang Böttcher zu einem wirklich besonderen Mitarbeiter macht.

Seine Laufbahn am Deutschen Herzzentrum Berlin begann schon 1987 auf der herzchirurgischen Intensivstation. Dann entschied er sich für eine Ausbildung an der Akademie für Kardiotechnik. Seit 1994 gehört er zum Team der Kardiotechnik unseres Hauses.

Inzwischen hat er mehr als 5000 Herz-Lungen-Maschinen-Einsätze durchgeführt, mehr als die Hälfte davon bei Kindern, Säuglingen und Neugeborenen. Während dieser Operationen übernimmt die Maschine vorübergehend die Aufgaben von Herz und Lunge. Sie sicher zu steuern, erfordert Wissen, Erfahrung und höchste Aufmerksamkeit.

Inzwischen hat er mehr als 5000 Herz-Lungen-Maschinen-Einsätze durchgeführt, mehr als die Hälfte davon bei Kindern, Säuglingen und Neugeborenen. Während dieser Operationen übernimmt die Maschine vorübergehend die Aufgaben von Herz und Lunge. Sie sicher zu steuern, erfordert Wissen, Erfahrung und höchste Aufmerksamkeit.

Gerade bei den Kleinsten ist es ein wichtiges Ziel, die Herz-Lungen-Maschine ohne Spenderblut vorzufüllen und möglichst auch während der Operation auf Fremdblut zu verzichten. Denn Bluttransfusionen können den ohnehin empfindlichen Organismus zusätzlich belasten.

Am DHZC gelingt es bei 99 Prozent der Neugeborenen, die Herz-Lungen-Maschine ohne Spenderblut vorzufüllen. Annähernd 65 Prozent der Neugeborenen kommen während der gesamten Zeit an der Herz-Lungen-Maschine ohne Fremdblut aus. Im Vergleich dazu liegt dieser Anteil international bei weniger als einem Prozent.

Diese Spitzenposition ist zu einem wesentlichen Teil dem unermüdlichen Forschergeist von Wolfgang Böttcher zu verdanken. Er verbindet die tägliche Verantwortung im OP mit dem Anspruch, die Verfahren immer weiter zu verbessern. Zahlreiche Fortschritte in der Kardiotechnik gehen auf seine Arbeit zurück.

Die Miniaturisierung der Herz-Lungen-Maschine brachte ihm sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde ein: für das weltweit kleinste Füllvolumen. Damit lässt sich die Maschine selbst bei kleinen Neugeborenen ohne eine vorherige Füllung mit Spenderblut einsetzen. 2022 wurde er als Fellow in die amerikanische Fachgesellschaft AmSECT aufgenommen. 2023 promovierte er an der Charité zum Dr. rer. medic.

Die Miniaturisierung der Herz-Lungen-Maschine brachte ihm sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde ein: für das weltweit kleinste Füllvolumen. Damit lässt sich die Maschine selbst bei kleinen Neugeborenen ohne eine vorherige Füllung mit Spenderblut einsetzen. 2022 wurde er als Fellow in die amerikanische Fachgesellschaft AmSECT aufgenommen. 2023 promovierte er an der Charité zum Dr. rer. medic.

Mit einer solchen Feier hätte Wolfgang Böttcher vielleicht irgendwann zu seinem Abschied gerechnet. Aber jetzt? Die Überraschung war groß – und die Freude über die Wertschätzung seines Teams ebenso.

Bei seiner spontanen Ansprache wurde dann wieder deutlich, wie sehr er für sein Fach brennt. Wie viele Fragen ihn noch beschäftigen. Und wie viel es aus seiner Sicht noch zu erforschen und zu verbessern gibt, um besser zu verstehen, was während des Einsatzes einer Herz-Lungen-Maschine im Körper geschieht.

Wir würden uns sehr freuen, wenn er das noch ganz lange bei uns tut. Zum Wohl unserer kleinsten Patienten – und auch fürs Team. Denn bei allem Können und Forschergeist ist Dr. Wolfgang Böttcher vor allem auch eines: ein großartiger Kollege.