Congenital Heart Summit
Seit mehr als 20 Jahren ist das Lange Symposium eine der wichtigsten wissenschaftlichen Veranstaltungen im Bereich der angeborenen Herzfehler. In diesem Jahr wird die Fachveranstaltung fortgesetzt – mit neuem Namen, neuer Location und einem grundlegend neuen Format.
Mehr Interaktion und Dynamik, neue Kooperationen, eine ganzheitliche Perspektive und Familienfreundlichkeit: Das sind einige der Neuerungen, die 2026 auf die Teilnehmenden warten. Das wissenschaftliche Planungsteam hat viel Zeit, Kreativität und Mut investiert und ein interaktives, interdisziplinäres und generationenübergreifendes Format entwickelt. Die DHZC-Kolleg:innen stellen die wichtigsten Neuerungen vor.
Dieses DHZC-Team hat die Veranstaltung gemeinsam geplant und neu ausgerichtet (v.l.n.r.): Florian Groß, PD Dr. Marie Schafstedde, Prof. Felix Berger, Prof. Katharina Schmitt, Dr. Nele Rolfs, Marilena Menz, Dr. Raphael Seiler und Prof. Stanislav Ovrutskiy.

Was ist neu am Congenital Heart Summit?
Prof. Katharina Schmitt: „Mit dem Congenital Heart Summit gehen wir ganz bewusst neue Wege. Unser Programm folgt zwei Leitgedanken: ‚Entscheiden‘ und ‚Leben‘. Damit nehmen wir den gesamten Lebensverlauf von Patient:innen mit angeborenen Herzfehlern in den Blick – für eine ganzheitliche Perspektive und die individuell beste Therapie.“
Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte?
Prof. Stanislav Ovrutskiy: „Im ersten Block geht es um Diagnose, Scores und Therapieentscheidungen bei komplexen angeborenen Herzfehlern. Im zweiten Teil steht der Mensch im Mittelpunkt: der Übergang ins Erwachsenenalter, Schwangerschaft bei angeborenem Herzfehler und mechanische Kreislaufunterstützung. Dabei sprechen wir auch über die Versorgung und Begleitung am Lebensende.“
Wie ist der Ablauf?
Florian Groß: „Jede Session startet mit einer kurzen Keynote. Das anschließende Programm ist modular und flexibel aufgebaut: Zur Wahl stehen kurze Vorträge im Forum, konkrete Falldiskussionen im Plenum oder Workshops im Auditorium. Unsere neue Location, das AXICA Convention Center, stellt dafür den perfekten Rahmen. Zwischen den einzelnen Blöcken gibt es kurze Pausen – genug Zeit für Kaffee, zum Netzwerken und zum Raumwechsel.“
Was ist das Besondere?
Dr. Nele Rolfs: „Wir legen viel Wert auf Dynamik und Interaktionen: Jeder Vortrag dauert nur wenige Minuten, es gibt schnelle Wechsel und viel Zeit für Diskussionen. Außerdem kommen bei uns mehrere Generationen auf der Bühne zusammen: Jede Session wird gemeinsam von einer erfahrenen Mediziner:in und einer Nachwuchswissenschaftler:in moderiert.“
PD Dr. Marie Schafstedde: „Wir wollen eine echte „Speaking up“-Atmosphäre schaffen. Unser Appell gerade an Frauen und junge Ärzt:innen lautet: Traut euch und stellt eure Fragen! Besonders wichtig ist uns auch die Familienfreundlichkeit: Zusammen mit dem KidsMobil bieten wir eine Kinderbetreuung für die Teilnehmer:innen an. So können Eltern mitdiskutieren, während ihre Kinder im Nebenraum betreut werden.“
Wer spricht beim Summit?
Dr. Raphael Seiler: „Wir konnten rund 60 Redner:innen und Moderator:innen gewinnen. Neben Expert:innen aus vielen deutschen Kinderherzzentren freuen wir uns besonders auf unsere Referent:innen aus London, Kopenhagen, Leiden, Graz, Liverpool und Istanbul. Und wir schauen auch über den Tellerrand: In einem Vortrag spricht der Mathematiker Heinz-Otto Peitgen darüber, wie künstliche Intelligenz die Medizin verändert.“
Welche Partner sind beteiligt?
Prof. Felix Berger: „Wir wollen unseren jährlichen Congenital Heart Summit jeweils mit anderen renommierten Zentren zusammen organisieren, um die Netzwerkbildung und -bindung innerhalb Deutschlands zu stärken. Für dieses erste Mal starten wir zusammen mit den Universitätsklinika Aachen und Kiel. Gerade diese multizentrische Perspektive ist uns besonders wichtig, um Erfahrungen auszutauschen und zusammenzuführen und um Wissen, Qualität und Behandlungsstandards angeborener Herzfehler zu fördern.“
An wen richtet sich der Summit?
Marilena Menz: „Kinderkardiolog:innen, Kinderherzchirurg:innen, Pflegende und Medizinstudierende aus Deutschland und der ganzen Welt sind herzlich eingeladen! Die zentrale Lage der Location am Brandenburger Tor bietet zudem die Möglichkeit, die Kongressteilnahme mit einem Berliner Weihnachtsmarktbesuch zu verbinden.“
Das Wichtigste auf einen Blick
Datum: Samstag, 5. Dezember 2026
Uhrzeit: 8.30 – 18.45 Uhr
Location: Frank Gehry‘s AXICA Convention Center, Berlin – direkt am Brandenburger Tor
Konferenzsprache: Englisch
Veranstalter: Deutsches Herzzentrum der Charité, Universitätsklinikum Aachen & Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Tipp: Wer sich bis Ende September anmeldet, profitiert vom Early Bird-Tarif!
