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Besondere Begegnung

Seit 15 Jahren trägt Marcel Templer ein Kunstherz. Bei der HerzFahrt 2026 war er dabei.

Ein Sommernachmittag auf dem Tempelhofer Feld. Der weite Blick mitten in der Stadt. Eine fröhliche, entspannte Atmosphäre. Begegnung, Erinnerung und ein verbindender, gemeinsamer Ansporn. So war es auch diesmal wieder bei der 13. HerzFahrt 2026 zugunsten der Kinderkardiologie am DHZC. 

Eine große Gruppe von Menschen steht mit Fahrrädern auf einem Platz, während vor ihnen eine Bühne aufgebaut ist. Im Hintergrund sind Zelte und ein bekanntes Berliner Gebäude zu sehen. Das Event scheint eine Fahrradtour oder eine Versammlung zu sein, möglicherweise zum Thema Gesundheit.
Eine große Gruppe von Menschen steht mit Fahrrädern auf einem Platz, während vor ihnen eine Bühne aufgebaut ist. Im Hintergrund sind Zelte und ein bekanntes Berliner Gebäude zu sehen. Das Event scheint eine Fahrradtour oder eine Versammlung zu sein, möglicherweise zum Thema Gesundheit.

Ein Sommernachmittag auf dem Tempelhofer Feld. Der weite Blick mitten in der Stadt. Eine fröhliche, entspannte Atmosphäre. Begegnung, Erinnerung und ein verbindender, gemeinsamer Ansporn. So war es auch diesmal wieder bei der 13. HerzFahrt 2026 zugunsten der Kinderkardiologie am DHZC. 

In diesem Jahr hatten wir dabei eine besondere Begegnung: Marcel Templer aus Eberswalde war bei der HerzFahrt dabei. Der heute 45-Jährige trägt seit bald 15 Jahren ein Kunstherz: eine Kreislaufpumpe in seinem Brustkorb, die ihn am Leben erhält.

Ein Mann mit Bart fährt auf einem Fahrrad. Er trägt einen Helm und eine Sonnenbrille. Um seinen Hals hängt eine Medaille. Im Hintergrund sind eine glatte Asphaltstraße und eine wolkige, helle Himmel zu sehen.
Ein Mann mit Bart fährt auf einem Fahrrad. Er trägt einen Helm und eine Sonnenbrille. Um seinen Hals hängt eine Medaille. Im Hintergrund sind eine glatte Asphaltstraße und eine wolkige, helle Himmel zu sehen.

In diesem Jahr hatten wir dabei eine besondere Begegnung: Marcel Templer aus Eberswalde war bei der HerzFahrt dabei. Der heute 45-Jährige trägt seit bald 15 Jahren ein Kunstherz: eine Kreislaufpumpe in seinem Brustkorb, die ihn am Leben erhält.

Im Frühsommer 2011 geht Marcel Templer mit hartnäckigem Husten zum Arzt. Die Diagnose lautet zunächst: Lungenentzündung. Vier Wochen später dann die niederschmetternde Gewissheit: Eine Herzmuskelentzündung hat Marcels Herz schwer geschädigt. Als Notfall wird er ins heutige DHZC gebracht, es geht sofort in den OP. Jana, seiner damaligen Verlobten, müssen die Ärzt:innen mitteilen, dass es nicht gut um ihn steht.

Fünf Tage später wacht Marcel Templer wieder auf. Verkabelt, mit Drainagen – und mit einem Stromkabel, das aus seinem Bauch heraus zu einer Tasche mit Batterien führt. Noch kann er nicht ahnen, wie lange ihn dieses System begleiten wird.

Der Weg zurück ins Leben ist steinig, körperlich wie seelisch. Marcel Templer wiegt nur noch 54 Kilogramm bei 1,86 Meter Körpergröße. Etwa ein Dreivierteljahr später setzen sich Blutgerinnsel an der Pumpe fest. Das Gerät muss in einer Operation gewechselt werden. Marcel Templer ist verzweifelt, überfordert. Aber es gibt in diesen Tagen einen Moment, da beschließt er, von nun an den Kopf nie wieder in den Sand zu stecken. Und so ist es geblieben.

Am 1. Juni 2012 heiratet er seine Jana. Er setzt die Hoffnung darauf, dass sich sein Herzmuskel erholt und das Kunstherz wieder ausgebaut werden kann. Doch Jahr für Jahr vergeht, und er bleibt auf die Pumpe angewiesen. Doch er nimmt zu, er erholt sich, und er gewöhnt sich an das Gerät. Zwei Kinder bekommen Jana und Marcel: Katharina, inzwischen zwölf, und Hermann, der dieses Jahr sieben wird.

Marcel Templer ist berentet, aber er arbeitet auch wieder nebenbei, in einer Autowerkstatt. Dank der Kreislaufpumpe führt er ein erstaunlich normales Leben. Nur schwimmen kann er nicht mehr. Ansonsten ist viel Bewegung durchaus drin, wie er jetzt auch bei der HerzFahrt gezeigt hat: 8 Runden à 4 Kilometer, nicht schlecht.

Zwei Personen fahren auf Fahrrädern. Im Vordergrund ist ein Mann zu sehen, der in einem weißen T-Shirt und karierten Shorts sitzt. Er trägt einen Rucksack und hat eine Tasche am Fahrrad. Der Hintergrund zeigt eine offene Fläche mit etwas Grün.
Zwei Personen fahren auf Fahrrädern. Im Vordergrund ist ein Mann zu sehen, der in einem weißen T-Shirt und karierten Shorts sitzt. Er trägt einen Rucksack und hat eine Tasche am Fahrrad. Der Hintergrund zeigt eine offene Fläche mit etwas Grün.

Marcel Templer ist berentet, aber er arbeitet auch wieder nebenbei, in einer Autowerkstatt. Dank der Kreislaufpumpe führt er ein erstaunlich normales Leben. Nur schwimmen kann er nicht mehr. Ansonsten ist viel Bewegung durchaus drin, wie er jetzt auch bei der HerzFahrt gezeigt hat: 8 Runden à 4 Kilometer, nicht schlecht.

Ganz klar: Nicht immer leben Patient:innen mit Kunstherz so lange und so komplikationslos wie Marcel Templer. Vielen fällt der Gedanke schwer, dauerhaft mit einer Pumpe im Brustkorb zu leben. Marcel Templer aber will sein „Leben auf Pump“ weiterführen – so lange es geht.

Bei der HerzFahrt erzählt er uns auch davon, dass seine Tochter als Kleinkind oft nicht zur Ruhe kommen wollte. Doch was selbst bei der Mama nicht so gut funktionierte, war beim Papa umso wirkungsvoller: Immer wenn Marcel Templer sich seine Katharina auf die Brust gelegt hat, hörte sie das gleichmäßige Summen der Pumpe in Papas Brustkorb – und schlief sofort ein.

„Das sind Momente“, sagt Marcel Templer, „die mir keiner mehr nehmen kann.“

Marcel Templer spricht seit vielen Jahren immer wieder öffentlich über sein Leben mit dem Kunstherz, bei Kongressen, bei Job-Infotagen, bei Medienanfragen.

Damit macht er sichtbar, was Herzmedizin möglich macht – aber auch, was es bedeutet, dauerhaft mit einem technischen System im eigenen Körper zu leben. Wir danken Marcel Templer sehr dafür, dass er seine Geschichte immer wieder teilt, und wünschen ihm und seiner Familie von Herzen alles Gute.

Ein Mann mit Bart, einer Sonnenbrille und einem T-Shirt sitzt auf einem Mountainbike. Er trägt eine Medaille um den Hals und hat eine Startnummer auf dem Fahrrad angebracht. Die Umgebung scheint eine asphaltierte Fläche zu sein, vermutlich eine Rennstrecke.
Ein Mann mit Bart, einer Sonnenbrille und einem T-Shirt sitzt auf einem Mountainbike. Er trägt eine Medaille um den Hals und hat eine Startnummer auf dem Fahrrad angebracht. Die Umgebung scheint eine asphaltierte Fläche zu sein, vermutlich eine Rennstrecke.

Damit macht er sichtbar, was Herzmedizin möglich macht – aber auch, was es bedeutet, dauerhaft mit einem technischen System im eigenen Körper zu leben. Wir danken Marcel Templer sehr dafür, dass er seine Geschichte immer wieder teilt, und wünschen ihm und seiner Familie von Herzen alles Gute.