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Ausgezeichnete Lösung

Wie das Team einer 84-jährigen Patientin eine große Herzoperation ersparte – und dafür beim TCT-Kongress 2026 prämiert wurde.

Eine unerwartete Komplikation beim Herzklappenersatz beheben und dabei eine große offene Herzoperation vermeiden: Das ist einem DHZC-Team um PD Dr. med. Axel Unbehaun und PD Dr. med. Christoph Klein im Februar 2026 bei einer 84-jährigen Patientin mit komplexer Anatomie gelungen.

Die unkonventionelle und innovative Lösung – eine zweite Herzklappe innerhalb der zuvor eingesetzten Prothese zu platzieren – wurde nun beim internationalen TCT-Kongress 2026 in San Diego von Axel Unbehaun vorgestellt und als bester Fallbericht in der Kategorie „Management of Structural Emergencies“ ausgezeichnet: „Transapical Valve-in-Valve Implantation for Supra-Annular TMVR Outflow Misalignment: An Intraprocedural Bailout“.

Bei der Patientin musste eine stark undichte Mitralklappe ersetzt werden. Hierfür wurde als Alternative zu einer Operation ein kathetergestütztes Verfahren angewendet, bei dem eine neuartige Prothese durch die Leistenvene eingeführt und zum Herzen vorgeschoben wird. Während des kathetergestützten Eingriffs „verkippte“ die eingesetzte Prothese und behinderte den Blutfluss – eine Komplikation, die sich auch bei sorgfältigster Planung, gerade bei anspruchsvoller Anatomie, nicht hundertprozentig ausschließen lässt.

Eine Lösungsvariante wäre eine offene Herzoperation gewesen, für die betagte Patientin eine erhebliche Belastung. 

Das chirurgisch-kardiologische Team fand deshalb noch während des Eingriffs einen anderen Weg: Über einen kleinen Schnitt am Brustkorb und einen Zugang durch die Herzspitze setzten die Ärzte eine zweite Klappe in die erste Prothese ein und stellten damit die Klappenposition und deren Funktion wieder her. 

Der Zustand der Patientin blieb bis heute stabil; weitere Krankenhausaufenthalte waren nicht mehr nötig. 

Der TCT zählt zu den bedeutendsten internationalen Kongressen für kathetergestützte Herz-Kreislauf-Therapien. Nur 20 von 283 angenommenen Fallberichten im Bereich „Structural“ wurden überhaupt für den Wettbewerb „Cases With the Masters“ ausgewählt - also gerade mal 7 Prozent.

Gleich zwei davon kamen aus dem SHIP, der interdisziplinären Einheit zur katheterbasierten Behandlung von Erkrankungen der Herzklappen am DHZC.

Herzchirurg Hristian Hinkov stellte außerdem die Studie „Sternal-Sparing Minimally Invasive Surgical Aortic Valve Replacement for Patients Anatomically Unsuitable for TAVR“ vor. Sie untersucht den chirurgischen Aortenklappenersatz ohne Durchtrennung des Brustbeins bei Menschen, deren Anatomie einen kathetergestützten Ersatz nicht zulässt.

Wir heißen unsere prämierten Kollegen willkommen zurück aus San Diego – und gratulieren Hristian Hinkov, Axel Unbehaun und Daniel Schwarzkopf (von links auf unserem Foto) vom SHIP-Team sehr herzlich. 

Drei Chirurgen in Operationskleidung stehen in einem Operationssaal. Der in der Mitte hält eine Auszeichnung mit der Aufschrift „WINNER“ hoch. Die anderen beiden lächeln und zeigen stolz ihre Unterstützung. Der Hintergrund zeigt medizinische Geräte.
Drei Chirurgen in Operationskleidung stehen in einem Operationssaal. Der in der Mitte hält eine Auszeichnung mit der Aufschrift „WINNER“ hoch. Die anderen beiden lächeln und zeigen stolz ihre Unterstützung. Der Hintergrund zeigt medizinische Geräte.

Wir heißen unsere prämierten Kollegen willkommen zurück aus San Diego – und gratulieren Hristian Hinkov, Axel Unbehaun und Daniel Schwarzkopf (von links auf unserem Foto) vom SHIP-Team sehr herzlich.