Abwechslungsreiche Arbeit mit Aussicht
Das pflegerische Team der M111 A/B

Wer den Übergabe- und Pausenraum der M111 A/B betritt, kann manchmal gleich zu Beginn der Schicht einen besonderen Moment erleben: „Unser Pausenraum ist nach Südosten ausgerichtet – wir können von hier aus direkt den Sonnenaufgang sehen“, erzählt Stationsleitung Stephan Bösel. Die Station befindet sich im 11. Stock des Bettenhochhauses des Campus Charité Mitte, erstreckt sich über eine ganze Ebene und bietet einen weiten Ausblick über Berlin.
Die M111 ist in die Seiten A und B aufgeteilt, die auch mit getrennten Übergaben organisiert werden – doch dahinter steckt ein gemeinsames Team. Der fachliche Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Herzrhythmusstörungen, und der größte Anteil der Patient:innen kommt zu Rhythmusablationen in die Klinik.
Kolleginnen der M111 A/B
Kollegen der M 111A/B


Zusätzlich betreut das Team sehr unterschiedliche Fälle des kardiovaskulären Spektrums und übernimmt unter anderem die Versorgung nach Herzkatheteruntersuchungen oder der Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren. Die meisten Aufnahmen sind vorab geplant, nur wenige kommen von der Intensivstation oder Rettungsstelle.
Einige der Patient:innen mit Rhythmuserkrankungen oder Herzschwäche kehren immer wieder auf die Station zurück, doch mit einer meist kurzen Verweildauer von nur ein bis zwei Nächten gehören schnelle Wechsel zur Routine. „Wir stellen uns immer wieder auf neue Patientinnen und Patienten ein“, fasst Stephan Bösel zusammen.
Der Altersdurchschnitt der Patient:innen liegt bei 60 bis 70 Jahren. An allen 44 Betten ist eine Telemetrie-Überwachung möglich – ein wichtiger Baustein für die sichere Betreuung im Rhythmologie-Schwerpunkt.
Der Blick über Berlin von der Station M111 A/B

Getragen wird dieser vielseitige Alltag von einem jungen, internationalen Team: 60 Personen aus 17 Nationen arbeiten auf der M111 zusammen – Gesundheits- und Krankenpfleger:innen, Patientenmanager:innen, Pflegehelfer:innen, Servicekräfte, Kolleg:innen im Anerkennungsverfahren und FSJler:innen. Zwei Praxisanleiter:innen betreuen Auszubildende, dazu gibt es feste Zuständigkeiten für Themen wie Hygiene.
Stephan Bösel kennt die Station gut: Über den Zivildienst fand er zur Pflege und zur Kardiologie, seit zehn Jahren ist er auf der 11. Etage zu Hause. 2019 übernahm er die stellvertretende Leitung, seit 2025 führt er die Station gemeinsam mit seinen beiden Stellvertreterinnen Sadet Ramzoti und Margitta Schüring.
Stationsleitung Stephan Bösel mit Stellvertreterin Margitta Schüring

Was ihn an der M111 besonders stolz macht: „Tolles Team, fachlich wie menschlich.“ Für Stephan Bösel ist dabei klar, welche Rolle er selbst einnimmt: „Ich bin nach wie vor Kollege, aber auch Halteanker fürs Team. Uns ist es wichtig, dass wir gemeinsam Lösungen finden und da zeigt sich der große Zusammenhalt.“
Ob spontane Absprachen für Dienste oder Fahrgemeinschaften nach dem Spätdienst – das Team organisiert viel eigenständig untereinander.
Bei der Frage, was sie selbst am meisten schätzen, kommen viele auf den offenen und wertschätzenden Umgang miteinander und darauf, dass sie selbst gestalten können; eine Kollegin sagt: „Wir arbeiten mit viel Freude und Herz und unterstützen uns gegenseitig.“
Arbeiten auf der Station M111 A/B

Bei aller Herzlichkeit bleibt der fachliche Anspruch hoch: „Für uns sind eine gute Ausbildung und Qualifikation wichtig“, sagt Stephan Bösel, „aber genauso muss die Grundeinstellung stimmen.“ Erst diese Mischung – aus beruflicher Kompetenz, Vielfalt und einem Team, das sich verbunden fühlt – macht für ihn die Arbeit auf der M111 so einzigartig.
Wir wünschen allen auf der Station M111 weiterhin viel Erfolg bei ihrer Arbeit!
Die Station M111 A/B im Bettenhochhaus des Campus Charité Mitte
