Skip to main content

Arbeitsgruppe Kardio-Onkologie (AG Anker)

Forschung zu den kardiovaskulären Folgen von Krebserkrankungen.

Dr. Markus Anker
Leiter der Forschungsgruppe

Ein junger Arzt in einem weißen Kittel lächelt freundlich in die Kamera. Im Hintergrund sind verschwommene Fenster, die Tageslicht hereinlassen. Sein Gesichtsausdruck wirkt sympathisch und einladend.
Ein junger Arzt in einem weißen Kittel lächelt freundlich in die Kamera. Im Hintergrund sind verschwommene Fenster, die Tageslicht hereinlassen. Sein Gesichtsausdruck wirkt sympathisch und einladend.

Dr. Markus Anker
Leiter der Forschungsgruppe

Forschungsschwerpunkte

Das Ziel unserer Arbeitsgruppe ist es, die komplexen Wechselwirkungen zwischen Krebserkrankungen und dem Herz-Kreislauf-System besser zu verstehen. Wir untersuchen sowohl unmittelbare Auswirkungen der Krebserkrankung als auch kardiovaskuläre Folgen onkologischer Therapien.

Zu unseren Forschungsschwerpunkten gehören Herzinsuffizienz und kardiale Funktionsstörungen, Herzrhythmusstörungen, kardiales Wasting, Kachexie und Sarkopenie sowie körperliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität bei Patient:innen mit Krebserkrankungen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Prävention, Früherkennung und Behandlung kardio-onkologischer Erkrankungen. Dazu führen wir klinische Studien, prospektive Kohortenstudien und internationale Register durch. Ziel ist es, neue diagnostische und therapeutische Ansätze zu entwickeln und die Versorgung von Patient:innen mit Krebserkrankungen nachhaltig zu verbessern.

Vorarbeiten der Arbeitsgruppe

Bereits 2016 konnte unsere Arbeitsgruppe erstmals zeigen, dass Patient:innen mit Krebserkrankungen häufiger eine erhöhte Herzfrequenz in Ruhe aufweisen als gesunde Vergleichspersonen und dass diese mit einer ungünstigeren Prognose verbunden ist. Vergleichbare Veränderungen wurden auch bei therapienaiven Patient:innen beschrieben, die noch keine onkologische Therapie erhalten hatten.

In weiteren Arbeiten untersuchten wir die Herzfunktion und Herzstruktur, Herzrhythmusstörungen, kardiales Wasting, körperliche Leistungsfähigkeit, Handkraft und Lebensqualität. Dabei konnten klinisch relevante Zusammenhänge mit Symptomen und Prognose gezeigt werden.

Mit der EMPATICC-Studie untersuchte die Arbeitsgruppe erstmals in einer multizentrischen, doppelblinden und randomisierten Studie eine medikamentöse Herzinsuffizienztherapie bei Patient:innen mit fortgeschrittener Krebserkrankung in spezialisierter palliativmedizinischer Versorgung. Die Hauptpublikation erschien im European Heart Journal.

Ausgewählte Arbeiten:

  • Anker MS et al. - EJHF 2016 und 2020: Ruheherzfrequenz und Prognose bei Krebserkrankungen.
  • Anker MS et al. - EJHF 2021 und 2023: Herzrhythmusstörungen und funktionelle beziehungsweise prognostische Parameter.
  • Lena A et al. & Anker MS - JACC 2023: kardiales Wasting bei fortgeschrittener Krebserkrankung.
  • Anker MS et al. - EHJ 2026;47:1034-1046: EMPATICC-Studie.

Kardio-Onkologische Ambulanz

Dr. med. Markus Anker betreut gemeinsam mit Dr. med. Alessia Lena, Dr. med. Sara Hadzibegovic und dem gesamten Team der Arbeitsgruppe Patient:innen in der Kardio-Onkologischen Ambulanz.

In der Ambulanz können sich Patient:innen mit einer aktuellen oder zurückliegenden Krebserkrankung und einer Überweisung zur Kardiologie vorstellen. Zur kardiovaskulären Basisdiagnostik gehören insbesondere ein Elektrokardiogramm (EKG), eine transthorakale Echokardiografie (TTE) sowie die Bestimmung ausgewählter kardiovaskulärer Laborwerte.

Terminvereinbarung: kardio-cbf-hsa@dhzc-charite.de

Bitte bringen Sie zu Ihrem ambulanten Termin eine Überweisung zur Kardiologie mit.

Studien und Register

INCOR - International Cardio-Oncology Registry

Zur systematischen Erforschung kardiovaskulärer Erkrankungen bei Patient:innen mit Krebserkrankungen hat die Arbeitsgruppe das internationale, multizentrische International Cardio-Oncology Registry (INCOR) initiiert. Das Register erfasst klinische, kardiologische, onkologische und funktionelle Parameter und soll dazu beitragen, Risikofaktoren, Krankheitsverläufe und prognostische Merkmale besser zu verstehen.

Principal Investigator: Dr. med. Markus Anker

EMPATICC

EMPATICC (Empower the Heart of Patients With Terminal Cancer Using Cardiac Medicines Trial) ist eine multizentrische, doppelblinde, randomisierte und placebokontrollierte klinische Studie. Untersucht wurde eine optimierte medikamentöse Herzinsuffizienztherapie bei Patient:innen mit fortgeschrittener Krebserkrankung in spezialisierter palliativmedizinischer Versorgung.

Dr. med. Markus Anker ist Co-Vorsitzender des Lenkungsausschusses und lokaler Principal Investigator am Standort Berlin.

Hauptpublikation: Heart failure therapy in patients with advanced cancer receiving specialized palliative care (EMPATICC trial), European Heart Journal 2026;47:1034-1046.

Publikationen

Die Arbeitsgruppe veröffentlicht regelmäßig zu Kardio-Onkologie, Herzinsuffizienz, kardialem Wasting, Herzrhythmusstörungen, Kachexie, Sarkopenie, körperlicher Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.

Eine aktuelle Liste der Publikationen von Dr. med. Markus Anker finden Sie bei PubMed.

Team

Ärztliche und wissenschaftliche Mitarbeitende

  • Dr. med. Sara Hadzibegovic (Ärztin)
  • Dr. med. Alessia Lena (Ärztin)
  • Jonathan Hella (Arzt)
  • Jan Porthun (Statistiker)
  • Corinna Denecke (Study Nurse)
  • Danara Krug (wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Doktorand:innen

  • Pia Weinländer
  • Laura Carina Lück
  • Philipp Sikorski
  • Sophia Potthoff
  • Lukas Rösnick
  • Sebastian Schmitz
  • Frederike Sonntag
  • Anja Nikolski
  • Luisa Valentina Ramer
  • Iulia Baluta
  • Lorenz Weber
  • Ogulsona Gurbanberdiyeva

Studentische Hilfskräfte

  • Alexandra Berg
  • Paul Rechlin
  • Tabitha Schmidt

Alumni

  • Dr. med. Annemarie Albrecht
  • Dr. rer. medic. Ann-Kathrin Fröhlich
  • Rebekka Helbig (ehemalige studentische Hilfskraft)