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Bestbewertet, weltweit vorn

Das DHZC verbindet eines der weltweit größten TAVI-Programme mit erneut sehr guten Qualitätsdaten

Das TAVI-Programm des Deutschen Herzzentrums der Charité (DHZC) wird im jetzt veröffentlichten AOK-Gesundheitsnavigator erneut mit der bestmöglichen Bewertung ausgezeichnet. 

Das TAVI-Programm des Deutschen Herzzentrums der Charité (DHZC) wird im jetzt veröffentlichten AOK-Gesundheitsnavigator erneut mit der bestmöglichen Bewertung ausgezeichnet. 

Damit bestätigt eine unabhängige Auswertung die sehr gute Behandlungsqualität des DHZC bei der kathetergestützten Aortenklappenimplantation. Das DHZC gilt nach Fallzahlen als eines der größten TAVI-Zentren weltweit.

Die TAVI, kurz für Transkatheter-Aortenklappenimplantation, ist ein schonendes Verfahren zur Behandlung einer schweren Verengung der Aortenklappe. Dabei wird eine neue Herzklappe über einen Katheter eingesetzt, meist über die Leistenarterie. Der Brustkorb muss dafür nicht geöffnet werden. In der Regel ist auch keine Vollnarkose nötig. Die Patient:innen können meist frühzeitig und ohne Aufenthalt auf der Intensivstation auf die Normalstation verlegt und bereits nach wenigen Tagen aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Am DHZC werden TAVI-Eingriffe bereits seit 2008 durchgeführt. Seitdem hat sich das Programm zu einem der zentralen Schwerpunkte des Herzzentrums entwickelt. Allein im Jahr 2025 wurden am DHZC knapp 1.300 TAVI-Prozeduren vorgenommen. Für 2026 liegt die aktuelle Hochrechnung derzeit bei rund 1.400 Eingriffen. Insgesamt wurden am heutigen DHZC mehr als 14.000 Patient:innen mit einer kathetergestützten Aortenklappenimplantation behandelt. Damit zählt das TAVI-Programm am DHZC zu den weltweit größten seiner Art.

Diese hohe Fallzahl steht auch für die enge Zusammenarbeit mit zuweisenden kardiologischen Kliniken und Praxen in Berlin, Brandenburg und darüber hinaus – insbesondere mit den Vivantes-Kliniken. Viele Patient:innen werden dort diagnostiziert, vorbehandelt und gemeinsam mit dem DHZC beraten, bevor im interdisziplinären Herzteam die passende Therapie festgelegt wird.

„Hohe Fallzahlen sind kein Selbstzweck“, sagt Kardiologe Prof. Dr. Henryk Dreger, Co-Leiter des Structural Heart Interventions Program (SHIP) am DHZC.

„Hohe Fallzahlen sind kein Selbstzweck“, sagt Kardiologe Prof. Dr. Henryk Dreger, Co-Leiter des Structural Heart Interventions Program (SHIP) am DHZC.

„Sie bedeuten Erfahrung, eingespielte Abläufe und eine hohe Sicherheit im Umgang mit sehr unterschiedlichen Ausgangssituationen. Entscheidend ist aber, dass diese Erfahrung in einem interdisziplinären Programm zusammengeführt wird – von der Diagnostik über die gemeinsame Therapieentscheidung bis zur Nachsorge.“

AOK-Bestnote

Der AOK-Gesundheitsnavigator macht Qualitätsdaten zu ausgewählten Behandlungen in Krankenhäusern vergleichbar und transparent. Für die Bewertung nutzt die AOK unter anderem das sogenannte QSR-Verfahren, die „Qualitätssicherung mit Routinedaten“. Dabei werden anonymisierte Abrechnungsdaten ausgewertet. Bei der TAVI fließen unter anderem die Sterblichkeit innerhalb von 30 Tagen, Herzinfarkte und Schlaganfälle innerhalb von 30 Tagen sowie erneute Eingriffe an der Aortenklappe innerhalb eines Jahres ein. Für das TAVI-Verfahren erhält die Charité – Universitätsmedizin Berlin im AOK-Gesundheitsnavigator erneut die höchste Gesamtbewertung. Die am DHZC durchgeführten Eingriffe schneiden damit auch im bundesweiten Qualitätsvergleich kontinuierlich sehr gut ab.

IQTIG-Daten

Dieses Ergebnis deckt sich mit den aktuellen Auswertungen des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen, kurz IQTIG. Im IQTIG-Qualitätsreport 2026 liegt das risikoadjustierte Ergebnis des DHZC für die 30-Tage-Sterblichkeit im Erfassungsjahr 2025 mit 0,68 deutlich unter dem Bundeswert von 0,97. Dieser Wert gibt das Verhältnis aus beobachteter und erwarteter Sterblichkeit an und zeigt, dass am DHZC rund ein Drittel weniger Patient:innen gestorben sind als aufgrund der komplexen Patientenfälle erwartet. Auch bei weiteren wichtigen Qualitätsparametern liegt das DHZC im Vergleich zum Bundesdurchschnitt deutlich vorn.

Programm SHIP

Am DHZC sind die katheterbasierten Herzklappenbehandlungen bei Erwachsenen im Structural Heart Interventions Program, kurz SHIP, gebündelt. Alle Eingriffe werden von einem Team von Kardiolog:innen und Herzchirurg:innen unter der Leitung von Prof. Dr. Henryk Dreger und PD Dr. Axel Unbehaun gemeinsam vorgenommen. Dazu zählen neben TAVI-Prozeduren auch alle Formen von kathetergestützten Eingriffen an der Mitral- und Trikuspidalklappe. SHIP verbindet Kardiologie, Herzchirurgie, Anästhesie, Pflege, Funktionsdienst, Intensivmedizin, Ambulanzen und weitere beteiligte Bereiche in einer gemeinsamen Struktur.

Die Eingriffe werden in spezialisierten Hybrid-Operationssälen durchgeführt. Dort kommen Kathetertechnik, moderne Bildgebung und OP-Sicherheit zusammen. Vor jeder Behandlung entscheidet ein interdisziplinäres Herzteam, ob für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten ein kathetergestützter Eingriff, eine Operation oder ein anderes Vorgehen am besten geeignet ist.

„Die aktuellen Qualitätsdaten sind für uns eine wichtige Bestätigung unseres fachübergreifenden Diagnose- und Behandlungskonzepts“, sagt Herzchirurg PD Dr. Axel Unbehaun.

„Die aktuellen Qualitätsdaten sind für uns eine wichtige Bestätigung unseres fachübergreifenden Diagnose- und Behandlungskonzepts“, sagt Herzchirurg PD Dr. Axel Unbehaun.

„TAVI ist heute ein etabliertes Verfahren. Trotzdem bleibt jede Behandlung eine individuelle Entscheidung. Genau deshalb ist es so wichtig, dass Kardiologie und Herzchirurgie jeden Fall gemeinsam bewerten und für jede Patientin und jeden Patienten den besten Weg festlegen.“

„Die sehr guten Bewertungen unserer Behandlungsqualität sind vor allem eine gemeinsame Leistung vieler Berufsgruppen“, sagt Prof. Dr. Volkmar Falk, Ärztlicher Direktor des DHZC. 

Prof. Dr. Volkmar Falk, Ärztlicher Direktor des DHZC
Prof. Dr. Volkmar Falk, Ärztlicher Direktor des DHZC

„Die sehr guten Bewertungen unserer Behandlungsqualität sind vor allem eine gemeinsame Leistung vieler Berufsgruppen“, sagt Prof. Dr. Volkmar Falk, Ärztlicher Direktor des DHZC. 

„Mein besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden, unseren kardiologischen Partnern in Berlin, Brandenburg und darüber hinaus – und unseren Patientinnen und Patienten für das Vertrauen, das sie uns jeden Tag schenken.“