Tägliches Training mit Piktogrammen
Sport-Piktogramme an den Flurwänden einer Herzklinik – dieser eigentlich ungewöhnliche Anblick ist für die Patientinnen und Patienten unserer Station WD3 inzwischen Alltag. Denn die großen Symbole bilden einen „Trimm-Dich-Pfad“ für ihr tägliches Training.
Das Team mit Patientin Annett L.

Um ihre Patient:innen bei der Genesung am besten zu unterstützen, hat ein interdisziplinäres Team aus Physiotherapie, Pflege und Medizin den besonderen Übungspfad auf der Station eingerichtet.
„Für uns alle steht die Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt unserer Arbeit – das Projekt ist ein schönes Beispiel dafür, wie alle Bereiche gemeinsam neue Wege entwickeln“, sagt Stefan Heimann, pflegerische Stationsleitung der WD3.
Das Team hat aus einer Palette von Piktogrammen der Charité fünf passende Übungen ausgewählt. Die Symbole an den Stationswänden zeigen an, welche Übungen an jeder Station absolviert werden sollen – vor allem Kraft- und Ausdauertraining stehen im Mittelpunkt. Eine besonders wichtige Übung für die Rehabilitation ist dabei das Aufstehen aus dem Sitz.
Die Physiotherapeutinnen Cornelia Rathfelder und Eva Wendt mit einem der Piktogramme.

„Körperlich wieder fit zu werden, ist nach einer Transplantation – mit einer möglicherweise monatelagen Wartezeit vorher – nicht einfach. Diese zusätzliche Übungsmöglichkeit ist sehr wertvoll für unsere Patientinnen und Patienten“, betonen die Physiotherapeutinnen Cornelia Rathfelder und Eva Wendt. „Sie gibt ihnen mehr Eigenverantwortung und motiviert sie zugleich, ihre Zimmer zu verlassen.“
Bisher konnten die Patientinnen und Patienten ihre zugeteilten Trainingsaufgaben auf Whiteboards in ihren Zimmern einsehen und dort ihre Übungen machen. Zusätzlich zu den Piktogrammen an den Wänden erhalten sie nun Karten mit individuellen Einheiten, die in einer Box am Ende der Strecke landen, wenn das Training erfolgreich absolviert ist. Neben dieser sichtbaren Motivation wird durch den „Trimm-Dich-Pfad“ auch ein Austausch der Patient:innen untereinander gefördert.
Die Patient:innen erhalten individuelle Trainingspläne.

Wir bedanken uns beim ganzen Team für den Einblick – und ganz besonders bei unserer Patientin Annett L., die im DHZC lungentransplantiert wurde und bereit war, sich bei ihren täglichen Übungen fotografieren zu lassen!