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KI in der Roboter-Herzchirurgie

Forschungspreis für Dr. Julius Kaemmel

Dr. Julius Kaemmel, angehender Herzchirurg am DHZC, wurde in Köln mit dem Dr.-Rusche-Forschungsprojekt ausgezeichnet. Die Förderung in Höhe von rund 60.000 Euro soll es ihm ermöglichen, zusammen mit Forschenden des Instituts für kardiovaskuläre Computer-assistierte Medizin (ICM) ein KI-basiertes, virtuelles Feedback-System zu entwickeln (Bild: DGTHG/Jörg Heupel).

Zwei Männer stehen nebeneinander auf einer Bühne. Der ältere Mann, in einem karierten Anzug, lächelt und hält eine Urkunde. Der jüngere Mann, gekleidet in einen Anzug mit einer Krawatte, zeigt stolz die Urkunde, die er gerade erhalten hat.
Zwei Männer stehen nebeneinander auf einer Bühne. Der ältere Mann, in einem karierten Anzug, lächelt und hält eine Urkunde. Der jüngere Mann, gekleidet in einen Anzug mit einer Krawatte, zeigt stolz die Urkunde, die er gerade erhalten hat.

Dr. Julius Kaemmel, angehender Herzchirurg am DHZC, wurde in Köln mit dem Dr.-Rusche-Forschungsprojekt ausgezeichnet. Die Förderung in Höhe von rund 60.000 Euro soll es ihm ermöglichen, zusammen mit Forschenden des Instituts für kardiovaskuläre Computer-assistierte Medizin (ICM) ein KI-basiertes, virtuelles Feedback-System zu entwickeln (Bild: DGTHG/Jörg Heupel).

Ziel ist es, die sichere Entnahme der linken Brustwandarterie bei robotergestützten Bypassoperationen weiter zu verbessern. Wir gratulieren herzlich! 

Bypassoperationen gehören zu den häufigsten herzchirurgischen Eingriffen – und sind zugleich komplex und anspruchsvoll. Am DHZC führen wir diese Eingriffe zunehmend robotergestützt durch. 

Julius Kaemmel ist Teil des herzchirurgischen Teams unter der Leitung von Prof. Jörg Kempfert (links im Bild), das diese Verfahren an unserer Klinik durchführt und kontinuierlich weiterentwickelt. 

Drei medizinische Fachkräfte stehen in einem Operationssaal. Sie tragen medizinische Kleidung, Masken und Kappen. Im Hintergrund sind chirurgische Geräte und Instrumente sichtbar. Die Atmosphäre vermittelt Professionalität und Vorbereitung für einen Eingriff.
Drei medizinische Fachkräfte stehen in einem Operationssaal. Sie tragen medizinische Kleidung, Masken und Kappen. Im Hintergrund sind chirurgische Geräte und Instrumente sichtbar. Die Atmosphäre vermittelt Professionalität und Vorbereitung für einen Eingriff.

Julius Kaemmel ist Teil des herzchirurgischen Teams unter der Leitung von Prof. Jörg Kempfert (links im Bild), das diese Verfahren an unserer Klinik durchführt und kontinuierlich weiterentwickelt. 

Die Herausforderung für Operateure: „Die linke Brustwandarterie ist in der Regel am besten geeignet, um Engstellen in den Herzkranzgefäßen zu überbrücken und den Blutfluss im Herzen zuverlässig wiederherzustellen“, sagt er. „Bei der Freilegung darf sie jedoch auf keinen Fall verletzt werden.“ 

Hier setzt das Forschungsprojekt an: geplant ist ein intelligentes „Vorhersage- und Frühwarnsystem“, das Augmented Reality mit künstlicher Intelligenz kombiniert und eine Verletzung der Brustwandarterie verhindern soll. 

Während der robotergestützten Bypass-OP liefert eine hochauflösende 3D-Kamera Bilder aus dem Körperinneren und macht etwa die Lage der Arterie präzise sichtbar. Die fein beweglichen Arme des Robotiksystems sind am OP-Tisch positioniert und werden über ein Cockpit gesteuert. 

Das KI-System soll deren Bewegungen analysieren und vorhersagen – und das OP-Team frühzeitig warnen, bevor kritische Situationen entstehen. „Das System soll vor allem Ärzt:innen in der Lernphase dieser hochkomplexen Eingriffe unterstützen“, so Julius Kaemmel. 

Das Dr.-Rusche-Forschungsprojekt wird von der Deutschen Stiftung für Herzforschung (DSHF) und der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) für patientennahe Forschungsarbeiten der Herzchirurgie vergeben. Julius Kaemmel nahm die Auszeichnung bei den Jahrestagungen der DGTHG und der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und Angeborene Herzfehler (DGPK) entgegen, die letztes Wochenende in Köln stattfanden. 

Zahlreiche Kolleg:innen des DHZC aus der Herzchirurgie, Kinderkardiologie, Psychokardiologie, Forschung und Pflege waren auf den Fachkongressen zum Thema „Hotspot Herzmedizin“ vertreten und gestalteten das Programm aktiv mit (mehr Infos hier).

Wir danken allen Beteiligten für ihr Engagement und wünschen Julius Kaemmel sowie dem ICM-Team viel Erfolg bei der weiteren Entwicklung ihres zukunftsweisenden Systems!