Remote Remodeling
Über das Projekt
Ein Herzinfarkt schädigt vor allem die linke Herzkammer. Kardiomyozyten sterben und (Myo-)Fibroblasten bilden im Laufe der Zeit ein Narbengewebe. Patient:innen leiden oft an verminderter Leistungsfähigkeit des Herzens und erhöhtem Risiko für weitere adverse Geschehen. So kann die exzessive Stimulation der (Myo-)Fibroblasten zu einer Verhärtung des Narbengewebes, auch bekannt als Fibrose, führen, was wiederum die Leistungsfähigkeit des Herzens einschränkt.
In Tierstudien konnte gezeigt werden, dass ein Herzinfarkt nicht nur die linke Herzkammer, sondern auch entfernte, eigentlich nicht betroffene Bereiche des Herzens beeinflussen kann. So konnten im rechten Herzohr von Mäusen und Ratten auch Anzeichen von Fibrose festgestellt werden, was in der Wissenschaft als Remote Remodeling bzw. Remote Fibrose bezeichnet wird.
In unserem Forschungsprojekt untersuchen wir, ob dies auch bei dem Menschen passiert. Für diesen Zwecke haben wir erstmals menschliches Herzgewebe aus der geschädigten linken Herzkammer und aus dem nicht direkt betroffenen rechten Vorhof derselben Patient:innen gesammelt. Mit modernen Einzelzell-Analysen werden wir entschlüsseln, ob die Population der (Myo-)Fibroblasten sich in Anteil und Aktivität in beiden Bereichen ähneln oder unterscheiden. Darüber hinaus wollen wir auch andere Populationen betrachten und ihre Anzeichen von Stress- und Inflammtionsreaktionen untersuchen.
Die Klärung, ob ein Remote Remodeling beziehungsweise eine Remote Fibrose auch beim Menschen auftritt, wäre von zentraler Bedeutung für die Weiterentwicklung und Bewertung bestehender diagnostischer und therapeutischer Verfahren.
Projektinformationen
Keywords
Kennzahlen
DFG / DGTHG
Ihr Ansprechpartner

Team und Mitarbeiter
- Prof. Dr. med. Maximilian Y. Emmert (Leitung)
- Dr. Dr. Mir Timo Zadegh Nazari-Shafti
- Dr. rer. nat. Christien Madlen Beez
- Duncan Matthew Morgan