Myokardinfarkt ohne Obstruktion der Koronararterien (MINOCA)
Über das Projekt
Der Myokardinfarkt mit nicht obstruktiven Koronararterien (MINOCA) beschreibt einen Herzinfarkt ohne relevanten Verschluss einer großen Herzkranzarterie. Trotz typischer Infarktsymptome zeigen Betroffene meist geringere Troponinwerte und kleinere Infarktareale als beim klassischen Myokardinfarkt. Ursache ist häufig eine Plaqueruptur, bei dem thrombotisches Material in die kleinsten Koronargefäße verschleppt wird und dort Mikroembolien auslöst, während das epikardiale Hauptgefäß offen bleibt.
In diesem Projekt untersuchen wir die molekularen Mechanismen des MINOCA. Hierfür wurde ein neuartiges Tiermodell etabliert, bei dem Mikrothromben gezielt in die Koronararterien injiziert werden, um das klinische Bild des MINOCA realitätsnah nachzubilden. Die gewonnenen Blut- und Gewebeproben werden anschließend mit Proben aus einem Modell des klassischen Myokardinfarkts mittels moderner molekularer Screeningverfahren verglichen.
Ziel ist es, spezifische Moleküle zu identifizieren, die eine Unterscheidung beider Infarkttypen ermöglichen und als Biomarker dienen können. Gleichzeitig sollen die Analysen Aufschluss über den zeitlichen und mechanistischen Ablauf eines MINOCA geben.
Die Ergebnisse tragen zu einem besseren Verständnis der Pathophysiologie bei und bilden die Grundlage für neue Ansätze in Diagnostik, Risikostratifizierung und Therapie.
Projektinformationen
Keywords
Kennzahlen
Junior Clinician Scientist Program, Clinician Scientist Program, ESCI Exploratory Research Grant, DZHK Postdoc Start-Up Grant, Kooperation Charité - ETH Zürich
Ihr Ansprechpartner

Team und Mitarbeiter
- Prof. Dr. med. Maximilian Y. Emmert (Leitung)
- Jasper Iske
- Dr. rer. nat. Christien Madlen Beez
- Felix Kneip
- Henriette Charlotte Helene Thau
- Dipl.-Ing. Heike Meyborg