EXTRAZELLULÄRE VESIKEL
Über das Projekt
Der Sammelbegriff extrazelluläre Vesikel (EVs) umfasst alle vesikulären Strukturen, die von Zellen in den extrazellulären Raum freigesetzt werden und sich nicht replizieren können. Die bekanntesten Vertreter unter ihnen sind Exosomen, die mit einem Durchmesser von 40 bis 200 nm zu den kleinen EVs gehören. Sie sind potente intrazelluläre Kommunikatoren und Mediatoren, da sie diverse Moleküle, wie Proteine, Lipide, RNA Moleküle oder auch Metabolite, zu einer Empfängerzelle transportieren und hier Reaktionen gezielt auslösen. Wichtig ist hierbei sich zu vergegenwärtigen, dass die Empfängerzelle nicht in direkter Nachbarschaft sein muss, sondern auch weitentfernt im Körper gelegen sein kann. In allen Körperflüssigkeiten des Menschen konnten EVs erfolgreich nachgewiesen werden.
Aus diesem Grunde können Routineeingriffe, wie das Sammeln von Urin mittels Katheter oder auch die Blutentnahme, zügig im klinischen Alltag benutzt werden, um neugewonnene Erkenntnisse in der EV Forschung einzusetzen. Wir erforschen einerseits EVs als Biomarker für die Erkennung und Überwachung von Therapien von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Andererseits wollen wir das Potenzial von EVs als Therapie für Herz-Kreislauf-Erkrankungen evaluieren.
In diesem Falls, isolieren wir die EVs von therapeutisch regenerativen Zellen, wie zum Beispiel mesenchymalen Stromazellen (MSCs). In diesem Zusammenhang untersuchen wir auch mögliche Nebeneffekte einer Gabe von EVs, die für eine späteres Management der Patientinnen und Patienten unabdinglich sind. Wir führen phänotypische Untersuchung von Größe und Menge durch, wie zum Beispiel mittels Elektronenmikroskopie (zu sehen in der Abbildung). Wir untersuchen die unterschiedlichen transportierten Moleküle mit OMICS, FACS, ELISA, oder anderen Methoden durch.
Diverse Methoden sind etabliert um die Funktion der EVs zu unterscuhen, inklusive eines Assays um die extra- und intrazelluläre Lokalisation der EVs festzustellen als auch den Einfluss auf die Gefäßbildung zu untersuchen (Tubeformationsassay beispielhaft gezeigt in der Abbildung).
Projektinformationen
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Ihr Ansprechpartner
Maximilian Y. Emmert, Prof. Dr. med.
