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Entwicklungspädiatrie in der Herzmedizin

Dank der großen Fortschritte in der Kinderherzmedizin erreichen heute auch viele Patientinnen und Patienten mit schweren angeborenen Herzfehlern das Erwachsenenalter. Auch nach der Entlassung aus der Klinik müssen sie jedoch engmaschig, fachübergreifend und spezialisiert behandelt werden – ein Leben lang.

Das Deutsche Herzzentrum der Charité zählt zu den international führenden Zentren, in denen Patient:innen mit angeborenen Herzfehlern lebenslang versorgt werden. Bisher liegen allerdings noch vergleichsweise wenige Daten zur Langzeitentwicklung und Lebensqualität dieser Patientengruppe vor – und entsprechend kaum fundierte und einheitliche Versorgungskonzepte.

Um diese Lücke zu schließen, wurde am DHZC im Jahr 2023 in Deutschland erstmalig ein Arbeitsbereich für Entwicklungspädiatrie in der Herzmedizin geschaffen und eine bislang einmalige W3-Professur für Entwicklungspädiatrie an der Charité eingerichtet. Die Professur wurde mit Prof. Dr. med. Katharina Schmitt besetzt.

Mit der Einrichtung des Arbeitsbereichs und der Professur für Entwicklungspädiatrie wird am DHZC die Grundlage zum Aufbau eines entwicklungspädiatrischen Zentrums geschaffen – und damit der Rahmen zur strukturierten, zielgerichteten Entwicklung der Versorgungsqualität von Patientinnen und Patienten mit angeborenen Herzfehlern, flankiert von intensiver Forschung und Lehre.

Prof. Dr. Katharina Schmitt wurde zur Professorin für Entwicklungspädiatrie in der Herzmedizin an der Charité berufen. Sie ist Fachärztin für Kinderkardiologie und arbeitet bereits seit 2002 am heutigen DHZC.

Katharina Schmitt ist ärztliche Leiterin des Arbeitsbereichs „Entwicklungspädiatrie in der Herzmedizin“ sowie der Psychokardiologie am DHZC. 

Prof. Dr. Katharina Schmitt wurde zur Professorin für Entwicklungspädiatrie in der Herzmedizin an der Charité berufen. Sie ist Fachärztin für Kinderkardiologie und arbeitet bereits seit 2002 am heutigen DHZC.

Katharina Schmitt ist ärztliche Leiterin des Arbeitsbereichs „Entwicklungspädiatrie in der Herzmedizin“ sowie der Psychokardiologie am DHZC. 

Das Team der Entwicklungspädiatrie am DHZC

Eine Gruppe von 20 Personen steht und sitzt auf einer Bank im Freien. Um sie herum sind herbstliche Bäume und Laub. Alle blicken zur Kamera und lächeln, während sie in unterschiedlichen, entspannten Posen angeordnet sind.
Eine Gruppe von 20 Personen steht und sitzt auf einer Bank im Freien. Um sie herum sind herbstliche Bäume und Laub. Alle blicken zur Kamera und lächeln, während sie in unterschiedlichen, entspannten Posen angeordnet sind.

Das Team der Entwicklungspädiatrie am DHZC

Unser Team

Prof. Dr. med. Katharina Schmitt


Kinderkardiologin, Professur für Entwicklungspädiatrie, Ärztliche Leitung, Arbeitsbereich Psychokardiologie

Dr. rer. medic. MSc. Hannah Ferentzi


Leitende Psychologin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Dr. phil. Giang Tong


Forschung HTG

Ein lächelnde Frau mit schulterlangem, brünettem Haar trägt einen blauen Pullover. Sie steht in einem Garten mit welken Blättern und einer Architektur im Hintergrund, die teilweise unscharf ist. Der Hintergrund vermittelt eine herbstliche Atmosphäre.

Dr. med. Melanie Franziska Markel


Kinderkardiologin

Dr. med. Maximilian Joseph Blickle


Arztdienst WD4

Dr. med. Laura Glasmeyer


Arztdienst WDA1i

Ein lächelnder Mann mit grauen Haaren und einem Bart steht in einem Park. Er trägt einen blauen Pullover mit Reißverschluss. Im Hintergrund sind Fenster und Pflanzen zu sehen, die zur umgebenden Architektur gehören.

M. A. Psych. Matthias Mader


Psychologe

M. Sc. Psych./M. Sc. Research Katharina Riepen


Psychologin

Isa Helen Kleinkönig


Psychologin in Ausbildung, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

M. Sc. Marilena Menz


Arbeitsbereichsmanagerin Psychokardiologie & Entwicklungspädiatrie

Lucie Liem


Medizinstudentin, Doktorandin

Eine junge Frau mit langen, braunen Haaren lächelt in die Kamera. Sie trägt einen hellen, gestrickten Pullover und eine dezente Halskette. Im Hintergrund sind verschwommene, lichtdurchflutete Gebäude und Pflanzen sichtbar.

Batoul Amayri


Doktorandin

Eine lächelnde Frau mit blonden Haaren, die in einem hellen, eng anliegenden Oberteil gekleidet ist, steht im Freien. Im Hintergrund sind leicht verschwommene Pflanzen und ein Gebäude zu sehen. Die Umgebung wirkt herbstlich mit buntem Laub.

Sophie Fuhrmeister


Doktorandin

Laurence Godart


Doktorandin

Ein junger Mann mit einem freundlichen Lächeln steht in einem Park. Er trägt ein kariertes Hemd in grünen und blauen Farbtönen. Im Hintergrund sind einige Bäume und ein Gebäude zu sehen, das die herbstliche Atmosphäre vermittelt.

Luis Laufmöller


Doktorand

Ein junger Mann mit kurzen, grauen Haaren trägt einen dunklen Pullover und steht lächelnd vor einer bewachsenen Umgebung mit Sträuchern und Bäumen. Im Hintergrund sind Fenster und eine helle Gebäudefassade sichtbar.

Lukas Maximilian Kautzsch


Doktorand

Ein junger Mann mit Brille und einem weißen Hemd lächelt in die Kamera. Er trägt einen Ausweis am Hals und steht vor einer grünen Hecke mit gelben Blättern im Hintergrund. Die Szene vermittelt eine freundliche und einladende Atmosphäre.

Eicke Schwarzkopf


Doktorand

Eine junge Frau mit langen, lockigen Haaren lächelt in die Kamera. Sie trägt ein schwarzes T-Shirt und einen hellen Pullover. Im Hintergrund sind einige Pflanzen und ein Gebäude sichtbar.

Ichin Luzia Seo


Doktorandin

Louisa Sophia Katharina Sihler


Doktorandin

Ein lächelnde Frau mit langen, lockigen Haaren trägt ein schwarzes Oberteil und einen grauen Blazer. Sie steht vor einem historischen Gebäude mit großen Fenstern. Im Hintergrund sind trockene Pflanzen sichtbar.

Marie Thöle


Doktorandin

Luisa Anna Karla Winkler


Doktorandin

Charis Atangana


Studentische Hilfskraft

Schwerpunkte

Der inhaltliche Schwerpunkt des DHZC-Arbeitsbereichs „Entwicklungspädiatrie in der Herzmedizin“ liegt in der Untersuchung der psychosozialen Entwicklung bei Kindern mit angeborenen Herzfehlern im Rahmen von interdisziplinären wissenschaftlichen Studien. Ziel ist es, eine Grundlage für eine frühzeitige Diagnostik und gezielte Förderung der Patient:innen zu schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten verschiedene wissenschaftliche Disziplinen am DHZC eng zusammen. Dazu zählen unter anderem Mediziner:innen, Psycholog:innen, Sozialarbeiter:innen, Pflegewissenschafter:innen und Pädagog:innen.

Weitere Schwerpunkte des Arbeitsbereichs sind:

  • "Elektronische Patient Reported Outcome Measures (ePROMs)": Um Behandlungserfolge zu bewerten, werden zunehmend die Einschätzungen von Gesundheitszustand und Lebensqualität durch Patientinnen und Patienten selbst genutzt.
  • Konzepte zur familienorientierten Versorgung (Family Centered Care - FCC): Eltern und Geschwister von Patientinnen und Patienten mit angeborenen Herzfehlern spielen beim Genesungsprozess eine wichtige Rolle und müssen entsprechend in das Behandlungsteam integriert werden. Zugleich muss die Belastung für die ganze Familie im Behandlungskonzept berücksichtigt werden.
  • Der Ausbau bestehender Forschungsnetzwerke sowohl im Bereich der Grundlagenforschung als auch in der klinischen Forschungsarbeit, insbesondere mit dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung, dem Kompetenznetz für Angeborene Herzfehler und dem Zentralen Register für Angeborene Herzfehler.

Schwerpunkt der Arbeit

Die Mitarbeiter:innen des DHZC-Arbeitsbereichs „Entwicklungspädiatrie in der Herzmedizin“ untersuchen die psychosoziale Entwicklung bei Kindern mit angeborenen Herzfehlern im Rahmen von interdisziplinären wissenschaftlichen Studien.

(Bild: DHZC/Külker)

Schwerpunkt der Arbeit

Die Mitarbeiter:innen des DHZC-Arbeitsbereichs „Entwicklungspädiatrie in der Herzmedizin“ untersuchen die psychosoziale Entwicklung bei Kindern mit angeborenen Herzfehlern im Rahmen von interdisziplinären wissenschaftlichen Studien.

(Bild: DHZC/Külker)

Aktuelle Projekte

LEADER-Projekt (Long-Term Erly Development Research)

Studien zeigen, dass sich Sprache, kognitive Fähigkeiten (Denken) und motorische Fähigkeiten (Bewegung) bei manchen Kindern mit einem Herzfehler langsamer entwickeln als bei gesunden Kindern. Welche Kinder jedoch ein höheres Risiko haben und damit auch besondere Zuwendung brauchen, ist bisher weitgehend unbekannt. Es gibt nur wenige Studien, die die Entwicklung von Kindern mit einem Herzfehler langfristig, systematisch und detailliert dokumentieren.

Hier setzt das Projekt LEADER (Long-term Early Development Research) an. Das Ziel besteht in der systematischen Untersuchung der sprachlichen, kognitiven und motorischen Entwicklung von Kindern mit angeborenen Herzfehlern in den ersten Lebensjahren. Im Rahmen dieser Untersuchungen erfolgt insbesondere eine Analyse von Unterschieden zwischen Kindern je nach Art des Herzfehlers, sowie von individuellen Entwicklungsverläufen über die ersten Lebensjahre hinweg.

Die klinische Forschung befasst sich mit der Frage, in welchem Umfang sich Kinder mit angeborenen Herzfehlern in Hinblick auf ihr Entwicklungstempo unterscheiden und welche Faktoren diese Unterschiede beeinflussen. Dazu untersuchen wir verschiedene medizinische und soziale Variablen, beispielsweise Komplikationen im Verlauf des Krankenhausaufenthalts, das Temperament des Kindes oder soziale Rahmenbedingungen wie der Besuch einer Kindertagesstätte und den Kontakt zu primären Bezugspersonen oder Geschwistern.

Das Projekt trägt wesentlich dazu bei, Ursachen sowie Risiko- und Schutzfaktoren von Entwicklungsverzögerungen bei Kindern mit angeborenen Herzfehlern besser zu verstehen. Wir streben eine langfristige und nachhaltige Verbesserung der Nachsorge von Kindern mit einem angeborenen Herzfehler an. Ziel ist, dass diese Kinder die gleichen Chancen im Leben bekommen wie jedes andere Kind auch.

Zudem wird durch die Implementierung des Projekts ein erster Schritt unternommen, entwicklungspsychologische Nachuntersuchungen an unserer Klinik fest in den Klinikalltag einzugliedern. Dabei arbeiten wir mit der Universität Leiden (Institute of Child and Education Studies, Prof. Ralph Rippe), sowie mit der Universität Potsdam (Inklusionspädagogik Förderschwerpunkt Sprache) zusammen.

„Family-Centered Care“-Projekt

Die familienorientierte Versorgung (engl. family-centered care, FCC) ist ein ganzheitlicher Versorgungsansatz in der stationären Betreuung von Kindern. Er umfasst die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Fachpersonal (Ärzt:innen, Pfleger:innen usw.) und Familienangehörigen in Bezug auf die bestmögliche medizinische und pflegerische Betreuung des Kindes.

Viele Studien deuten darauf hin, dass dieser Versorgungsansatz mit einer besseren körperlichen Verfassung und einer günstigeren Entwicklung des Kindes einhergeht und außerdem Stress, Ängstlichkeit und Depressivität der Eltern reduziert. Können wir die gleichen Zusammenhänge bei herzkranken Kindern beobachten? Zur Untersuchung dieser Zusammenhänge haben wir am DHZC das „Family-Centered Care“-Projekt gestartet.

In mehreren Studien untersuchen wir den Zusammenhang zwischen der Elternzufriedenheit und der familienorientierten Versorgung, dem elterlichen sowie kindlichen Wohlbefinden auf Intensiv- und Normalstationen, wirken an der Weiterentwicklung von vorhandenen Messinstrumenten mit und setzen erste Maßnahmen zur Verbesserung der familienorientierten Versorgung um. Dabei arbeiten wir mit der Universität Plymouth (School of Nursing and Midwifery, Prof. Jos Latour), mit der Universität Leiden (Institute of Child and Education Studies, Prof. Ralph Rippe) sowie mit dem Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen (Zentrum für angeborene Herzfehler und Kinderherzzentrum, Prof. Dr. Stephan Schubert) zusammen.

Anschrift

Arbeitsbereich Entwicklungspädiatrie - Deutsches Herzzentrum der Charité
Campus Virchow Klinikum
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Geländeadresse: Brunnenhof 3

Kontakt zur Entwicklungspädiatrie
Entwicklungspädiatrie am DHZC

Der Arbeitsbereich „Entwicklungspädiatrie in der Herzmedizin“